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20.10.2010  |  von  |  0 Kommentare

Freiburg Wintersemester startet mit 21 600 Studierenden

Freiburg -  Freiburg – In Freiburg wollen immer mehr junge Leute studieren. Zum Wintersemester 2010/2011 haben sich ungefähr 26 000 Studenten um einen neuen Studienplatz an der Exzellenzuniversität beworben.

Katharina Landtrachtinger aus Berlin: Die 26-Jährige gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrem Studienort Freiburg spricht: „Die Sonne muss man schon mögen, wenn man in Freiburg studiert.“ Freiburg gilt als die sonnenreichste und wärmste Universitätsstadt Deutschlands, die sechs Jahre Lebensmittelpunkt von Landtrachtinger war.  Bild: Bild: Zurbonsen



Wintersemester startet mit 21 600 Studierenden

Nur knapp 4000 Bewerbungen von Erstsemestern und Studienplatzwechslern wurden berücksichtigt. „Die meisten Fächer unterliegen dem Numerus Clausus und bleiben so vernünftig studierbar“, erläuterte der Sprecher der Hochschule, Rudolf-Werner Dreier, der versicherte, dass die Uni keinen Wert auf explodierende Studienplätze legt. Die Gesamtzahl der eingeschriebenen Studierenden wird deshalb wie im Vorjahr nicht wesentlich über 21 600 steigen.

Es geht der Uni Freiburg um Klasse statt Masse. „Die Studentenzahl wird vermutlich wieder knapp unter 22 000 liegen“, hieß es in der Pressestelle, die erst nach allen Nachrück- und Losverfahren eine konkrete Zahlen nennen kann. Aktuell liegen dem Rektorat 21 623 Anmeldungen vor – ohne die Master-Studenten und ohne die Nachrücker. Im Wintersemester vor einem Jahr hatten sich 21 622 Studierende in Freiburg immatrikuliert, davon 4024 Erstsemester und 900 Studienplatzwechsler, 52 Prozent Frauen und 16 Prozent Ausländer. Die Universität beschäftigt insgesamt 4574 wissenschaftliche Mitarbeiter, darunter 443 Professoren. Auf dieser Grundlage kommen auf einen Professor ungefähr 50 Studenten. In den Elite-Unis der Vereinigten Staaten lautet das Verhältnis 1:10.

Zum neuen Wintersemesters kommen auch dieses Jahr kommen wieder ungefähr 4000 Studienanfänger nach Freiburg. Ihnen zuliebe veranstaltet das Rektorat seit Jahren einen Familiennachmittag mit verschiedenen Einführungsveranstaltungen. In kleinen Gruppen bereiten ältere, erfahrene Studierende die Erstsemester auf ihren Studienalltag vor: Sie zeigen ihnen das Innenleben der Universität und deren wichtige Anlaufstellen. Auch Abstecher in die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und Disco-Besuche stehen auf dem Programm. Das Studium bietet für die meisten die Chance, zum ersten Mal auf eigenen Füßen zu stehen. Einen praktischen Erfahrungsbericht lieferte Katharina Landtrachtinger (26) aus Berlin: „Die Sonne muss man schon mögen, wenn man in Freiburg studiert.“ Freiburg gilt als die sonnenreichste und wärmste Universitätsstadt Deutschlands, die sechs Jahre Lebensmittelpunkt von Katharina Landtrachtinger war.

Dieses Jahr kamen mehr als 3000 Studienanfänger mit ihren Eltern zum Erstsemestertag der Universität Freiburg am vergangenen Wochenende. Sie folgten der Einladung von Professor Hans-Jochen Schiewer, dem Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der die Erstsemester im Audimax begrüßte. Mitte dieser Woche geht die Uni in ihr nächstes akademisches Jahr. Die offizielle Eröffnung erfolgt am Mittwoch, 20. Oktober, den Rektor, der zu Professoren, Studierenden und Gästen im Audimax sprechen wird. Den Festvortrag hält der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Professor Matthias Kleiner aus Stuttgart.

In der Landeshauptstadt gründeten vor wenigen Tagen 60 ehemalige Freiburger Studierende einen weiteren Alumni-Club unter Vorsitz des Juristen Uttam Das. „Andere wollen Exzellenzuni werden – wir wollen es bleiben“, betonte dort Rektor Schiewer. Der Direktor des „Hauses der Geschichte“, Thomas Schnabel, der ebenfalls in Freiburg studiert hatte, stellte fest: „Schon früher war die Freiburger Uni Spitze – jetzt dürfen wir es auch offen sagen.“ Es existieren bereits Alumni-Clubs in China, Taiwan, Japan, Korea, Brasilien, Argentinien, Costa Rica, USA und Kamerun. So wie die US-Universitäten eine Einbindung Ehemaliger an „ihre“ alte Hochschule bereits seit langem pflegen, sind in den letzten Jahren auch Clubs der Uni Freiburg in deutschen Metropolregionen wie Frankfurt/M., Rheinland, Hamburg, München und Berlin hinzugekommen.

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