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Freiburg Fünf Verkehrsvarianten für Kronenbrücken-Arbeiten

25.07.2012
Freiburg -  Während Abriss und Neubau des Bauwerks könnte Komplettsperrung für Autos erfolgen

Oben und unten auf den Dreisamuferstraßen soll der Verkehr laufen – mittendrin im „Elefantenklo“ wird statt dessen gebaut.  Bild: Kunz

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Wenn die Kronenbrücke abgerissen und neu gebaut wird, soll sie während dieser Zeit komplett für den Autoverkehr sowie für Radler und Fußgänger gesperrt werden. Das schlägt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat vor. Prüfungen hätten ergeben, dass die Planer damit die Bauzeit um acht Monate verkürzen und gleichzeitig mindestens rund 900 000 Euro Kosten sparen können.

Im Gemeinderat geht es mal wieder um das Riesenprojekt „Umgestaltung von Kronenstraße, Werthmannstraße, Rotteck- und Friedrichring mit Stadtbahn“; beschlossen werden soll der Bebauungsplan. Mit dabei: die Kronenbrücke, Spitzname „Elefantenklo“. Die mehr als 40 Jahre alte Spannbetonbrücke, einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Stadt, ist marode und wird für rund neun Millionen Euro abgerissen und neu gebaut, weil sie das Gewicht der geplanten Stadtbahn nicht tragen könnte.

Bislang war vorgesehen, während der Bauzeit von 2014 bis Ende 2015 Autos und Baustelle gleichzeitig auf der Brücke zu organisieren. Absolut wichtig, erklärt GuT-Leiter Frank Uekermann, sei dabei die Vorgabe, immer zwei Spuren der B 31 sowie den Verkehrsfluss der Lessingstraße zu erhalten und die Überquerung der Dreisam für Fußgänger und Radfahrer möglich zu machen. Doch nachdem die Planer des Garten- und Tiefbauamtes (GuT) mit dem beauftragten Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner mehrere Varianten durchgespielt hatten, war klar: So läuft das nicht.

„Wir haben alles bedacht“, sagt Matthias Heigold, Leiter Verkehrsprojekte beim GuT, „Umweltbelange, Folgen für den Verkehr, Qualität des Bauwerks.“ In der ersten Variante wäre erst eine Seite abgerissen und neu gebaut worden, dann die andere – das wären 24 Monate Bauzeit und neun Millionen Euro Kosten gewesen. Zweite Variante: Man baut eine neue Brücke neben der alten, reißt diese ab und „schiebt“ die neue rüber – das schlossen die Planer schnell aus, weil extrem teuer. Dritte Variante: die eine Hälfte bauen und einschieben, dann genau so die zweite – 21 Monate Bauzeit, zehn Millionen Euro. Und bei allen drei Varianten wusste man nicht, wohin mit den Baustelleneinrichtungen – und fürs Linksabbiegen von den Dreisamuferstraßen auf die Brücke wäre sowieso nicht genug Platz.

Vierte Variante: Autos dürfen während der Brückenbauten nicht auf die Brücke, Fußgänger und Radfahrer schon – 21 Monate Bauzeit, neun Millionen Euro. Und dann die fünfte Variante: Die Brücke wird komplett für den Verkehr gesperrt, die Brückenbauer haben Platz, abzureißen und aufzubauen und dabei kein Sicherheitsrisiko. Es ist nur eine Baustelleneinrichtung nötig, nur ein Neubau. Fußgänger und Radfahrer kommen über eine Behelfsbrücke 30 Meter weiter östlich über die Dreisam, der Verkehr auf den Dreisamuferstraßen wird so wenig wie möglich eingeschränkt. Allerdings: Autofahrer müssen dann ausweichen über Kaiser- oder Schnewlinbrücke. Diese Variante wäre in 16 Monaten Bauzeit und für gut acht Millionen Euro abzuwickeln – und wird von den Planern favorisiert.

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