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Freiburg Freiburger Wahrzeichen im neuen Licht

16.12.2011
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110 speziell dafür entwickelte LED-Strahler erhellen nun das Münster

Advent, Advent – jetzt leuchtet das Münster sanft im Schein von 110 LED-Leuchten. Damit ist es nicht nur optimal ausgeleuchtet, sondern künftig auch ein besonders stromsparendes Gotteshaus – passend zur Green City. Möglich wird dies durch den bundesweiten Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“, durch den Freiburg seine Schmuckstücke des Nachts ansprechend präsentieren kann.

Es war dunkel und zugig am Abend auf dem Münsterplatz, als die Premiere stattfand. Baubürgermeister Martin Haag und Dompfarrer Wolfgang Gaber waren es, die einen dicken roten Knopf drücken durften – und dann gingen die Lichter an. Es ist keine spektakuläre Beleuchtung, die da zu sehen ist, kein großes Gefunkel, kein Strahlen oder Blenden. Doch das Münster ist so plastisch wie noch nie mit seiner historische Sandsteinfassade, dem Maßwerk, den Winkel und Gesimsen.

„Wir wollten mit möglichst wenig Licht Licht machen“, erklärt Lichttechniker Walter Bamberger, der auch die Innenbeleuchtung des Münsters plante. Dezent sollte es draußen auf Freiburgs zentralem Platz sein, warm und einladend, und doch sollte als Kontrast die unmittelbare Umgebung im Dunklen bleiben. Und das Münster sollte natürlich so ansprechend wie möglich präsentiert werden.

Deshalb wird zum Beispiel der 116 Meter hohe Hauptturm mit 17 speziellen Strahlern von unten nach oben angestrahlt, die Spitze noch extra von Strahlern, die auf einem gegenüberliegenden Hausdach montiert sind. „Hätte man den Turm nur von vorn angestrahlt, würde er flach erscheinen, nun strebt er nach oben“, erklärt Bamberger. 55 Bodenstrahler sind nun in einem Meter Abstand rund ums gesamte Bauwerk eingelassen, weitere 55 Strahler auf den umliegenden Dächern installiert.

750 000 Euro haben die eigens fürs Münster entwickelten 110 LED-Strahler und ihre Montage gekostet. Geld, das die Stadt vor gut einem Jahr gewonnen hat: Beim deutschlandweiten Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“, den das Bundesforschungsministerium ausgeschrieben hatte und an dem sich Freiburg zusammen mit der Firma Hess aus Villingen-Schwenningen beteiligte, gehörte die Stadt zu den Gewinnern. 140 Kommunen hatten sich beworben, zehn wurden ausgewählt – und Freiburg war dabei. Den Zwei-Millionen-Euro-Preis kann die Stadt nun für ein neues Lichtkonzept verbauen; das Münster ist jetzt das erste und größte Projekt. Folgen sollen unter anderem die Beleuchtung des Rathausplatzes, des Stadtgartens, die Umrüstung der historischen Leuchten in der Innenstadt und die Anstrahlung der Stadttore.

Dabei ist die neue Beleuchtung nicht nur stimmungsvoll, sie spart auch ordentlich Strom. Für das gesamte Münster braucht man nun noch 3800 Watt, „so viel wie drei Bügeleisen und weniger als zwei Heizlüfter“, sagt Bamberger; bislang waren es 6400 Watt.