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Freiburg Freiburg-Marathon: Hitze fordert 80 Opfer

05.04.2011


Freiburg – Die Hitzeschlacht auf Asphalt und Kopfsteinpflaster beim achten Freiburg-Marathon war für die 11 248 Läufer offenbar noch härter und in ihren Folgen schlimmer als gedacht. Der Veranstalter (Runabout GmbH München) berichtete einen Tag nach dem Laufereignis von 80 Personen, die während oder nach dem Rennen medizinisch versorgt werden mussten.

„Zehn Personen wurden sicherheitshalber zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus gebracht“, so der Schlussbericht von Runabout, „eine Person konnte durch das schnelle Eingreifen erfolgreich reanimiert werden.“

Trotz des plötzlichen Temperaturanstiegs auf über 25 Grad am Sonntag habe eine ordnungsgemäße medizinische Versorgung der Starterinnen und Starter gewährleisten können. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung seien die medizinischen Einsatzkräfte von DRK und Malteser durch das DRK Müllheim und Emmendingen verstärkt worden. Die frühsommerlichen Temperaturen hätten für einige Teilnehmer eine besondere Herausforderung dargestellt, berichtete der Veranstalter.

Die Zwischenfälle waren nicht auf einen Mangel an Wasser oder Müsliriegeln entlang der Strecke zurückzuführen. Es fehlte vielmehr an Schatten unter den erst schwach blühenden Straßenbäumen. Außerdem versäumten einige Läufer eine regelmäßige Nahrungszufuhr und Tempoanpassung an die Hitze. „Durch den langen und harten Winter ist die Umstellung vom Training auf den Wettkampf besonders kurz und anspruchsvoll gewesen“, erklärte Runabout. Von den Schwächeanfällen waren mehr Männer als Frauen betroffen. Fast mühelos kam der Extremsportler Guido Kunze mit dem badischen Frühsommer zurecht. Der 45-Jährige stand pünktlich um 11.10 Uhr am Marathonstart. Allein das war schon eine große Leistung. Kunze war 24 Stunden vor dem Freiburger Startschuss im 560 Kilometer entfernten Mühlhausen/Thüringen mit dem Fahrrad gestartet und in einem Rutsch bis an den Oberrhein geradelt.

Er ging sofort nach seiner Ankunft auf dem Freiburger Messegelände auf die Strecke und benötigte für die 42,195 Kilometer genau 4:17.00 Stunden. Mit dieser Doppelleistung hätte Guido Kunze einen Eintrag im „Guinessbuch der Rekorde“ verdient. Doch dort steht sein Name schon. Er hat Australien mit dem Rad von Sydney nach Perth in neuer Rekordzeit von 7 Tagen 19 Stunden und 5 Minuten durchquert.

Im Marathon der Männer siegte der Anästhesist und Lokalmatador Nils Schallner vom PTSV Jahn Freiburg in 2:28:23 Stunden. Für Schallner, der seit zehn Jahren in Freiburg lebt, war der Sieg ein besonderer sportlicher Erfolg. „In der eigenen Stadt zu siegen ist ein schönes Gefühl“, sagte der Marathonsieger, der voriges Jahr dem Wunderläufer Kipketer aus Kenia den Vortritt lassen musste. Jetzt habe er es quasi im zweiten Anlauf ganz nach oben aufs Treppchen geschafft. „Ich kenne ja die Strecke gut“, so Schallner, „die Stimmung in Freiburg ist immer etwas ganz besonders. Sie trägt den Läufer!“

Fast 7000 der über 11 000 Läufer entschieden sich für einen Start im Halbmarathon. Bei den Männern siegte Phillip Willaschek vom LC Erfurt in 1:12:17. Platz zwei belegte der dreifache Deutscher Meister im Berglauf, Timo Zeiler (Mannheim), in 1:12:49 vor Ulrich Benz, dem Freiburg-Marathon-Sieger aus 2004 und 2008. Der Läufer von der LG Brandenkopf (1:13:42) wollte 1.10 Std. laufen, konnte aber dem Höllentempo der Konkurrenz nicht folgen und brach wie der Sieger im Ziel erschöpft zusammen. Im Halbmarathon der Frauen setzte sich die Favoritin durch: Christine Schleifer aus Mühlacker gewann in 1:18:16. Es war nach 2006 und 2007 ihr insgesamt dritter Sieg beim Freiburger Halbmarathon. „Die kürzeren Strecken werden immer beleibter“, erläuterte Veranstalter Gernot Weigl von der Runabout GmbH in München, „wir erleben überall in Deutschland einen Trend weg von den langen Strecken.“

Insgesamt hatten 11 248 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Distanzen Marathon, Halbmarathon, die erstmals ausgetragene Marathonstaffel und den Schullauf S'Cool Run gemeldet. An der 21-Kilometer-Schleife durch die Freiburger Innenstadt und entlang der Dreisam feuerten schätzungsweise 20 000 Zuschauer die Läufer an. Der Veranstalter behauptete sogar, es hätten 80 000 Menschen an der 21 Kilometer langen Strecke gestanden.

mir...
sind jene jedenfalls lieber, die sich einen halbmarathon oder marathon als ZIEL setzen, als ...
?
Wenn manche „Hobbysportler“ derart hart arbeiten müssten, wie sie sich an diesbezüglichen ...
Hä?
Ich hatte einmal eine ayurvedische Ärztin aus Sri Lanka.
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