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Freiburg Fischsterben gibt Rätsel auf

14.08.2012
Freiburg -  Wasserproben des Kronenmühlebachs und Kadaver werdenuntersucht

Roland Mutter (rechts) vom Angelsportverein und sein Sohn Maximilian sammeln die toten Fische ein.  Bild: Kunz

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Im Kronenmühlebach, einem Nebenarm der Dreisam, sind im Freiburger Stadtgebiet Hunderte von Fischen verendet. Der Verdacht: Jemand muss giftige Substanzen in das Gewässer geleitet haben. Der Kronenmühlebach ist ein Seitenbach der Dreisam, er fließt durch Haslach und Weingarten und mündet beim Dietenbachsee in den Dietenbach.

Anwohnern sind im Bereich des Marienmattenwegs nahe der Eschholzstraße am Freitagnachmittag tote Fische im Bach aufgefallen. Alarmiert wurden daraufhin die Polizei, die Feuerwehr und das städtische Umweltschutzamt. Auch Mitglieder des Angelsportvereins Freiburg, der das Fischwasser gepachtet hat, wurden gerufen. Die Helfer suchten den Bach ab und fanden immer mehr tote Fische. Betroffen sind alle in dem Gewässer lebende Arten, darunter viele Bachforellen, die zum Teil 40 bis 50 Zentimeter groß waren. „Der Kronenmühlebach ist tot“, so die traurige Bilanz von Hanspeter Beil, dem Vorsitzenden des Angelsportvereins. Bis dahin hatten die Angelsportler mit Unterstützung der Feuerwehr schon zwei große Wannen mit toten Fischen geborgen. Nach Mitteilung von Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid sind Fischkadaver und Wasserproben zur Ermittlung der Todesursache beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt abgegeben worden. „Die Fische sind sehr schnell verendet. Es muss jemand Gift in großen Mengen oder in hoher Konzentration in den Bach geschüttet haben“, so die Einschätzung Beils. Betroffen ist auch der Dietenbach, in den der Kronenmühlebach auf dem Weingartener Dietenbachgelände mündet. Der Dietenbach wiederum fließt nahe der Autobahnanschlussstelle Freiburg-Mitte in den Mühlbach. Eine Spaziergängerin, die am Freitagabend gegen 18.30 Uhr am Dietenbach unterwegs war, habe von brauner Brühe mit weißem Schaum berichtet. „Das würde auch von der Fließgeschwindigkeit her hinkommen“, so Beil. Die Polizei sucht weitere Zeugen, die dringend gebeten werden, mit dem Umweltdienst der Polizei unter Telefon 0761/882 43 71 oder dem anonymen Telefon (0761/412 62) Kontakt aufzunehmen.