Der Freiburger Dompfarrer Claudius Stoffel hat nach einer Alkoholfahrt seinen Führerschein verloren. Der katholische Geistliche und Chef der Freiburger Münstergemeinde war mit 1,4 Promille Alkohol im Blut Auto gefahren und dabei einen Unfall verursacht, sagte eine Sprecherin der Kirche in Freiburg.
Sie bestätigte damit einen entsprechenden Medienbericht. Stoffel räumte in einer Erklärung am Dienstag den Vorfall ein. Er habe einen Fehler begangen und bedauere sein Verhalten, hieß es in den schriftlich verbreiteten Papier.
Während der Alkoholfahrt in der Nacht zum vergangenen Donnerstag in der Nähe von Freiburg hatte Stoffel die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Auto war von der Straße abgekommen und auf eine Wiese gerast. Außer Stoffel war niemand an dem Unfall beteiligt. Die Polizei hatte nach dem Unfall Stoffels Führerschein beschlagnahmt.
Das Erzbistum wurde nach Angaben eines Sprechers durch die Medien auf den Fall aufmerksam. Stoffel werde gehört werden, sobald er das Krankenhaus verlassen habe. Danach werde entschieden, welche Konsequenzen gezogen werden.
Wegen einer Alkoholfahrt war im Februar vergangenen Jahres die damalige Landesbischöfin von Hannover und Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, in die Schlagzeilen geraten. Käßmann war in eine Polizeikontrolle geraten und drei Tage später von allen ihren Ämtern zurückgetreten. (dpa)