Nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg wird ab 13. September mit einer groß angelegten und rund 600 000 Euro teuren Sanierung der Felsen oberhalb der Bundesstraße und Höllentalbahn begonnen. Die Geologen sind in großer Sorge: Sie sehen die Gefahr von Felsstürzen und Steinschlägen. Erst vor wenigen Tagen war ein Felsbrocken auf die Bahnlinie und dann auf die Bundesstraße gestürzt. Glücklicherweise wurden dieses Mal weder Fahrzeuge noch Insassen getroffen. Vor gut einem Jahr wurden fünf Autos getroffen und beschädigt.
Der gesamte Ost-West-Verkehr wird über Thurner und Spirzen beziehungsweise durchs Glottertal und St. Peter und St. Märgen umgeleitet, was dort schon für heftigen Unmut sorgte. Vor allem in St. Märgen stößt die bevorstehende Schließung des Höllentals wegen der zu befürchtenden Verkehrsbelastung durch Lkw auf Protest. „Offenbar ist der Verwaltung entgangen, dass die Hauptzeit für den Tourismus im Hochschwarzwald mittlerweile der September und der Oktober sind“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Walter Krögner. Die Behörden betonen, es seien alle Möglichkeiten geprüft. Die Sperrung sei unvermeidlich. Durchs Höllental fahren täglich fast 20 000 Fahrzeuge.