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11.08.2010  |  2 Kommentare

Allgäu Biogasanlage nach Explosion einsturzgefährdet

Allgäu -  Bei einer Explosion in einer Biogasanlage in Ruderatshofen wurden am Mittwochmittag mehrere Personen teils schwer verletzt.


Gegen 13.10 Uhr wurde der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West die Explosion einer Biogasanlage in Ruderatshofen gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich im Rahmen von Arbeiten an der noch nicht in Betrieb genommenen Anlage aus bisher unbekannter Ursache eine Verpuffung ereignet.

Wie die Polizei berichtet, wurde durch die entstandene Druckwelle wurde die Betonabdeckung der etwa 30 Meter im Durchmesser großen, in den Boden eingelassenen Anlage angehoben und teilweise zerstört. Zwei Arbeiter die sich zum Zeitpunkt der Verpuffung in der Nähe befunden hatten, wurden durch die Luft geschleudert. Ein Arbeiter sowie ein Praktikant wurden so schwer verletzt, dass sie zur medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden. Der zweite Arbeiter wurde aufgrund seiner schwerwiegenden Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in eine Unfallklinik geflogen. Drei weitere Personen, die unmittelbar vor der Verpuffung verdächtige Geräusche wahrgenommen hatten, konnten sich noch rechtzeitig hinter einem angrenzenden Gebäude in Sicherheit begeben.

Da sich die Anlage etwa 500 Meter außerhalb der geschlossenen Ortsbebauung befindet, kam es durch die umhergeschleuderten Steine zu keinen weiteren Sachschäden, wie die Polizei weiter mitteilt. Zwei in unmittelbarer Nähe abgestellte Fahrzeuge wurden durch die Druckwelle angehoben. Durch die hierbei erlittenen Deformationen entstand an einem Fahrzeug Totalschaden, das andere Fahrzeug erlitt einen Achsbruch. Bei der Verpuffung waren 56 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, neun Mitarbeiter des THW und 35 Angehörige des Rettungsdienstes und zahlreiche Polizeibeamte im Einsatz. Die Ermittlungen zu dem Sachverhalt wurden von der Kriminalpolizeiinspektion Kempten übernommen.

Durch die Verpuffung entstand an den Fahrzeugen ein Schaden von rund 50.000 Euro, der Schaden an der Biogasanlage, die aufgrund des Vorfalls einsturzgefährdet ist, kann derzeit noch nicht beziffert werden. Durch die Feuerwehr wurde die Anlage belüftet, um eine weitere Explosionsgefahr auszuschließen. Aufgrund der Entfernung der Anlage zum Ortsrand und da die Anlage noch nicht in Betrieb genommen worden war, waren keine Evakuierungsmaßnahmen erforderlich.

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Bauern und Umweltschutz.....
...zwei unterschiedliche Welten. Der Boden wird auch ohne Biogasanlagen kaputt gemacht. mehr ...
@unbestechlicher
von unbekannt
Wissen Sie wie in Norddeutschland Schweinefleich produziert wird? mehr ...
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