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Wald „Neckarcom veranlasst den Wechsel“

27.10.2012
Wald -  Auch Walds Bürgermeister Werner Müller hat sich dafür eingesetzt, dass die Gemeinde mit dem Breitbandnetz DSL für schnelles Internet versorgt wird. Die Arbeiten sind im Zeitplan.

Bürgermeister Werner Müller geht davon aus, dass spätestens am 15. Februar das neue Internet-Breitbandnetz in den Ortsteilen der Gemeinde Wald verfügbar ist.  Bild: Hahn

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Haben Sie den laufenden Vertrag der Gemeinde Wald und ihren Internetanbieter schon gekündigt?

Nein, denn für Wald wird sich durch die Netzbetriebsaufnahme von Neckarcom nichts ändern. Der Kernort Wald ist bislang schon recht gut versorgt und wird vom neuen Netz nicht berührt – dieses umfasst die neun Teilorte von Wald, die bislang eine schlechte bis miserable Versorgung hatten.

Der neue Anbieter Neckarcom verspricht, dass Internetnutzer ihren bisherigen Vertrag nicht selbst kündigen müssen. Das will die Neckarcom für ihre Neukunden übernehmen.

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So wird es immer wieder betont: Den gesamten Prozess der Umstellung der Verträge übernimmt der neue Anbieter, also die Neckarcom.

Dem hat die Neckarcom jetzt aber widersprochen. Das Unternehmen kündigt Telefon und DSL nur, wenn beide Verträge beim selben Anbieter geschlossen wurden. Sonst kündigt sie nur das Telefon, und der Neukunde muss den DSL-Vertrag kündigen.

Uns ist bislang nur die eindeutige Aussage von Neckarcom bekannt, dass dies nicht notwendig, ja unter Umständen sogar problematisch sein könnte, wenn der Kunde selbst seinem bisherigen Anbieter kündigt. Man sollte das also nur über den neuen Provider veranlassen.

Start für das neue, schnelle DSL-Breitbandnetz im südlichen Kreis Sigmaringen soll im Februar sein. Wissen Sie den genauen Termin?

Zwischen der BLS Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen und der Neckarcom wurde ein Netzbetreibervertrag geschlossen, in dem sich die Firma Neckarcom verpflichtet, das gesamte Netz bis spätestens 15. Februar aktiv zu schalten. Die dazu notwendigen Arbeiten sind im Zeitplan, sodass wir bislang davon ausgehen können, dass dieser Termin eingehalten werden wird.

20 000 Haushalte mit 47 000 Einwohnern werden nun erfahren, dass der Umstieg auf den DSL-Betreiber Neckarcom möglicherweise für sie teuer werden kann, wenn die Neckarcom nicht die Kündigung bestehender Verträge anderer DSL-Betreiber übernimmt.

Die Art und Weise, wie der Übergang von einem Betreiber auf den anderen zu erfolgen hat, ist durch die Regulierungsbehörde geregelt worden. Das geht so vor sich, dass der Kunde sein Interesse zu einem Wechsel schriftlich gegenüber dem neuen Anbieter äußert, und dieser dann den Wechsel (also auch die Kündigung beim bisherigen Anbieter) veranlasst. Und so hat es die Neckarcom in den Informationsveranstaltungen auch immer erklärt.

Verträge mit DSL-Betreibern laufen oft über zwei Jahre, mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr, bezogen auf sechs Wochen vor dem Quartalsende. Das bedeutet, ein User muss eineinhalb Jahre Zeit absitzen, oder er geht mit der Neckarcom einen zusätzlichen Vertrag ein. Das aber wird teuer: Zwei Verträge können schnell 100 Euro im Monat kosten.

Ja, aber das ist das grundsätzliche Problem bei einem Vertragswechsel. Durch den millionenteuren Bau des Glasfasernetzes durch die Kommunen und den Abschluss des Netzbetreibervertrags mit der Neckarcom gibt es ja überhaupt erst die Möglichkeit, eine Alternative zum bisherigen Anbieter zu finden. Der neue Anbieter ermöglicht dem Nutzer, eine wesentlich höhere Bandbreite mit allen dazu gehörenden Vorteilen zu nutzen. Der Kunde muss keine zwei Verträge „parallel“ bezahlen, da der neue Vertrag mit Neckarcom erst dann zu laufen beginnt, wenn der „alte“ Vertrag ausgelaufen ist.

Nur wer bereits vor Ende der Laufzeit seines bisherigen Vertrags bereits den Vorteil der höheren Bandbreite nutzen will, muss entscheiden, ob ihm das die Sache wert ist.

Und nochmals: Nur durch den Bau des neuen Glasfasernetzes haben unsere Bürger überhaupt diese Chance einer Alternative!

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