. – Seit Wochen wird auf Stettens ehemaliger Festwiese gebaggert, gewerkelt und geschuftet was das Zeug hält. So langsam aber sicher werden die Konturen dessen sichtbar, was dort genau entstehen wird: Ein Spiel- und Bürgerpark, der im weiten Umkreis seines Gleichen sucht. Rund 680 000 Euro lässt sich die Gemeinde das Zukunftsprojekt kosten, das in wenigen Monaten komplett hergestellt sein soll und am Sonntag, 7. Oktober, mit einem entsprechenden Eröffnungsfest offiziell eingeweiht wird.
„Das wird bestimmt eine ganz tolle Sache“, zeigt sich Markus Ölke von der ausführenden Firma Gartenbau Schöppler aus Meßkirch von dem entstehenden Projekt vollauf begeistert. Als verantwortlicher Polier werkelt er mit seinen Mitarbeitern schon seit Mitte April nahezu täglich auf der ehemaligen Stettener Festwiese: „Hier wird künftig für alle Generationen was geboten sein“, ist er sich sicher, dass das Projekt nach seiner Fertigstellung von Jung und Alt angenommen und akzeptiert werde. Zwar habe er während der bisherigen Bauphase von Passanten auch einige Kritik gehört („vorwiegend von der älteren Generation“), doch seien die positiven Stimmen eindeutig in der Mehrheit: „Hier werden sich Familien mit Kindern super wohl fühlen“, ist er davon überzeugt, „dass der neue Spiel- und Bürgerpark auch viele auswärtige Gäste nach Stetten lockt“.
Gemeinsam mit dem Polier und dem verantwortlichen Ingenieur des Planungsbüros „faktorgrün“, Marco Motzek, hat sich der SÜDKURIER mal etwas genauer auf der Baustelle umgesehen, um seine Leser über das große Bauvorhaben zu informieren. Wie Motzek erzählt, soll der große, in Nord-südlicher Richtung verlaufende Weg den gesamten Platz künftig in zwei Zonen teilen: Zum einen in den „aktiven Bereich“ mit Sport & Spiel und zum anderen in den eigentlichen Spielplatz. Dessen „Herzstück“ wird eine riesige Spielburg sein, deren Klettermauer schon jetzt gut zu erkennen ist, und um die herum verschiedene Spielgeräte platziert werden. Die Holzburg, die in Kürze von der Stettener Firma „Holzbau Braun“ aufgestellt wird, besteht aus vier verschiedenen Spieltürmen die über große „Wehrgänge“ miteinander verbunden sind und zu denen unter anderem eine Rutsche und eine Seilbahn gehören. Im näheren Umfeld der Burg wird es neben einer Schaukel auch ein sogenanntes „Dreierpendel“ geben, mit dem sich die Kinder auf einem Seil von Hügel zu Hügel schwingen können. Diverse Modellierungen des Geländes sollen im Sommer zum Spielen und im Winter zum Rodeln einladen. Im nördlichen Bereich des Spielplatzes wird es eine große Pflasterfläche samt Pergola geben, unter der man es sich gemütlich machen kann. Daran angrenzend wird der Kleinkindspielbereich mit großem Sandspielplatz und zwei verschiedenen Natursteinpyramiden sein, davon eine mit Kleinkindrutsche, die andere mit Wasserspiel und Schwengelpumpe, über die Wasser in den „Matschbereich“ des Sandkastens fließt, in dem sich die Kids dann nach Herzenslust austoben können.
Auf der östlichen, oder von der Schule aus gesehenen, rechten Hälfte des Platzes, stehen dann eher die sportlichen Aktivitäten im Vordergrund. Während im hinteren Bereich ein großes Beachvolleyballfeld mit riesiger Sandfläche dominiert, wird die vordere Großfläche durchgängig asphaltiert werden und mittels mobiler Trennbande in die Bereiche „Basketball bzw. Streetball“ sowie „Rollerskater bzw. Skateboard“ unterteilt. Eine mobile Skateranlage mit entsprechenden Geräten wird bei den Fans der schnellen Rollen kaum Wünsche offen lassen, während die Gesamtfläche so konzipiert ist, dass sie im Winter als große Eislauffläche genutzt werden kann. Entsprechend der Begrünung und der zu pflanzenden Bäume wird es auf der gesamten Fläche zahlreiche Sitz- und Ruhemöglichkeiten geben.
Während das Backhaus Mahl den neuen Spiel- und Bürgerpark mit dem Bau eines Cafés bereichern will, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, der Jugend in einer der östlich angrenzenden Postgaragen eine Aufenthaltsmöglichkeit zu schaffen (der SÜDKURIER berichteten).
Die offizielle Einweihung des neuen Spiel- und Bürgerparks ist inzwischen für Sonntag, 7. Oktober, fest terminiert. Am gleichen Tag werden sich auch alle Stettner Sportvereine in der Alemannenhalle der Bevölkerung präsentieren, so dass beide Veranstaltungen bestimmt prima ergänzen.
