StettenakM Klassenzimmer der Zukunft hält Einzug
Das neue Aktivboard kommt bei Lehrern und Schülern gut an: „Echt cool“ finden sie das Board und loben die Anschaffung: „Des isch a super Sach.“ Bild: Bild: Feuerstein
Stetten a.k.M. – Das Klassenzimmer der Zukunft am Stettener Schulzentrum hat bereits Einzug gehalten – zumindest für die Schüler und Lehrer der neunten Klasse der Realschule. Denn seit ihr Klassenzimmer mit einem „interaktiven Whiteboard“ ausgestattet ist, sind spannende und interaktive Schulungen und Präsentationen an der Tagesordnung. „Mit der elektronischen Tafel macht der Unterricht einfach mehr Spaß“, sind sich die Schüler einig. Nach und nach sollen alle Klassenzimmer damit ausgestattet werden.
Ein interaktives Whiteboard ist ein großer, interaktiver Bildschirm, der die Schlichtheit einer weißen Wandtafel, das Leistungsvermögen eines modernen Computers samt Soundsystem und Projektor miteinander verbindet. Mit ihren lebendigen Bildern, Videos und Audioinhalten faszinieren interaktive Whiteboards Schüler und Lehrer gleichermaßen. Schnell wird das neue Board zum Zentrum des Unterrichtsgeschehens, während die eingebauten Lautsprecher bei Bedarf für Stereosound im Unterricht sorgen.
„Im Prinzip können wir damit alles machen, was mit einem Computer möglich ist“, zeigt sich Klassenlehrer Eugen Keller von der hochmodernen elektronischen Wandtafel begeistert: „Man projiziert einfach den Monitor auf das Activboard; so können wir uns bei Bedarf die ganze Welt des Internets ins Klassenzimmer holen“, schwärmt Keller und lässt im Beisein von Konrektor Erwin Jocham einen Schüler demonstrieren, was „das neue Ding“ alles kann.
Wie jeder Schüler, meldet sich Michael Steidle kurz mit seinem Profil im System an, und hat bei Bedarf sofort Zugriff auf alle seine Daten, Hausaufgaben und Arbeiten, die im zentralen Server der Schule gespeichert sind. So kann er seinen letzten Aufschrieb jederzeit wieder aufs Board holen und gegebenenfalls genau dort fortfahren, wo er in der letzten Stunde stehen blieb. Doch damit lange nicht genug: Mit ganz wenigen Klicks greift er auf einen Lehrfilm bei „YouTube“ zurück, lässt den neuesten Song der Lieblingsband auf dem Board flimmern, holt sich eine Landkarte auf den Schirm oder zieht sich eine passende Grafik aus dem Netz, die er für einen Vortrag ganz gut gebrauchen kann.
„Klar dauert es im Moment noch etwas länger, bis man die vielen Funktionen alle intus hat“, sind sich die Schüler einig, doch eine „Super-Sache“ sei es allemal. Dass die Schüler den Umgang mit neuen Medien in der Regel sehr schnell drauf haben, versteht sich im Handyzeitalter von selbst. Da ist es auch nur logisch, dass sie die vielen Möglichkeiten „echt cool“ fanden: „Wir können Material aus allen möglichen Quellen importieren oder mit einem Stick jederzeit auf unsere eigenen Texte oder Präsentationen zurückgreifen.“ Wer sich mit der neuen Technik noch nicht anfreunden kann, für den übernimmt das Activboard die geläufigen Funktionen früherer Kreidetafeln.
Mit Hilfe eines Hightech-Stifts und der passenden Software demonstrierte Michael Steidle, dass man auf dem Whiteboard wie bisher schreiben, zeichnen oder rumkritzeln kann. „Der Wechsel der Farbe (Kreide) funktioniert halt viel einfacher“, gibt der Schüler mit einem Touch aufs Board seinem Stift eine neue Färbung. Der Vorteil sei, „dass sich alles abspeichern und wieder holen lässt“.
Im Moment wird „die Neunte“ von Mitschülern wegen ihres neuen Mediums zwar heftig beneidet, doch Zug um Zug sollen auch die anderen Klassenzimmer damit ausgestattet werden. „Für unsere Schüler ist uns nichts zu teuer“, waren sich Bürgermeister Gregor Hipp und sein Technischer Ausschuss bei einer eigenen Vorführung einig, „dass das eine sinnvolle Investition in die Zukunft des Schulzentrums ist“.
