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07.08.2012  |  von Gerhard Feuerstein  |  0 Kommentare

Stetten a. k. Markt Infotreffen mit Wettschießen

Stetten a. k. Markt -  Oberstleutnant Udo Eckbrett informiert zivile und militärische Gäste bei einer Informationsveranstaltung mit anschließendem Wettschießen.

Freundschaftsschießen mit dem Maschinengewehr: Straßbergs Bürgermeister Manfred Bopp beobachtet seinen Kontrahenten mit dem Fernglas, während die Ersten Landesbeamten Rolf Vögtle ais Sigmaringen (links) und Matthias Frankenberg aus Balingen (Zweiter von links) die Situation aus der Distanz beobachten.  Bild: Feuerstein

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Zu einer sicherheitspolitischen Informationsveranstaltung in Verbindung mit einem freundschaftlichen Pokalschießen hatte die Truppenübungsplatzkommandantur Heuberg unlängst zivile und militärische Gäste und Dienststellenleiter auf den Gefechtsstand „Ochsenkopf“ eingeladen. Dabei gewährte Truppenübungsplatzkommandant Oberstleutnant Udo Eckbrett auch einen Einblick in die aktuelle Situation der von der Strukturreform der Bundeswehr betroffenen Garnisonsstandorte sowie über den Stand der Umsetzung.

Auch hinsichtlich des aktuellen Sachstandes in Sachen Sprengplatz „Spitalwäldle“ gab er einen kurzen Überblick: „Zweidreiviertel Jahre hat es gebraucht, um dahin zu kommen, wo wir jetzt sind“, gab Eckbrett noch einmal einen kurzen Abriss über die Geschichte des Projekts. Doch mit der inzwischen vorliegenden Genehmigung des Regierungspräsidiums, könne der Sprengplatz nun bald gebaut werden. „Demnächst geht es mit Wegebaumaßnahmen, Leitungsverlegungen und ähnlichem los“. Doch erst wenn der kommende Winter zu Ende gehe, könne mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden: „Bis Frühjahr 2015 soll das Projekt Sprengplatz vollendet sein“, kündigte der Kommandant an.

Im Hinblick auf die anstehenden Veränderungen an den Standorten bewege sich derzeit „noch alles in geordneten Bahnen“, ließ Eckbrett wissen. Allerdings stecke das Bundeswehrdienstleistungszentrum – die frühere Standortverwaltung – bereits mittendrin in der „Herkulesaufgabe“. So sei man dort neben dem normalen Dienstbetrieb intensiv damit beschäftigt, das durch Standortschließungen betroffene Personal anderweitig unterzubringen, während parallel im eigenen Hause ebenfalls Umstrukturierungsmaßnahmen umzusetzen seien.

Zusätzliche und neue Aufgaben seien künftig mit weniger Personal zu bewältigen. Eckbrett beleuchtete auch den zeitlichen Ablauf, in dem die Veränderung für den Standort Stetten am kalten Markt umgesetzt werden sollen. Bis im Oktober 2014 die Panzerpionierkompanie 550 aus Immendingen und die Rekrutenkompanie aus Sigmaringen nach Stetten verlegt werden, seien noch einige infrastrukturelle Baumaßnahmen zu bewerkstelligen, führte Eckbrett aus.

Ab Januar 2015 werde das Artilleriebataillon 295 damit beginnen, seine Zelte in Stettens Kasernen aufzuschlagen. Im selben Jahr werde das Kampfmittelbeseitigungszentrum in seiner jetzigen Form aufgelöst und in Stetten selbst als „Ausbildungszentrum Kampfmittelabwehr“ neu strukturiert. Als „Zünglein an der Waage“ bezeichnete Eckbrett den Sanitätsdienst. Offenbar ist die medizinische Versorgung am aufwachsenden Standort Stetten a.k.M. nicht in dem Maße berücksichtigt worden, dass sie der steigenden Anzahl an Soldaten gerecht werden kann: „Der Sanitätsdienst muss bei der Truppe sein“, zitierte Eckbrett Meinungen aus der Führungsebene.

Der Standortälteste sieht daher durchaus Chancen, dass die Albkaserne in Zukunft wieder ein Sanitätszentrum bekomme, was einen weiteren Dienstpostenzuwachs zur Folge hätte. Der gemütliche Meinungsaustausch wurde durch ein freundschaftliches Wettschießen mit dem Maschinengewehr abgerundet, bei dem zivile und militärische Gäste ihre Treffsicherheit beweisen konnten.

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