Für das Schulzentrum Stetten am kalten Markt war der Dienstag ein historisches Datum. Mit der feierlichen Einschulung von 50 Schülern ging die neue Gemeinschaftsschule an den Start. Damit gehört das Schulzentrum zu den 42 Pionieren im „Ländle“, die diese neue Schulform zum Schuljahresbeginn einführen. Sowohl im Landkreis Sigmaringen wie im benachbarten Zollernalbkreis ist das Stettener Schulzentrum die einzige Gemeinschaftsschule und nimmt den Unterricht jetzt mit zwei fünften Klassen auf (der SÜDKURIER berichtete).
Nicht nur für die 50 Schüler und deren Eltern war die Einschulung daher ein ganz besonderer Tag. Auch für Rektor Hans-Jörg Kraus, das Lehrerkollegium sowie für die politische Gemeinde gab es viel Grund zur Freude: „Ich bin wirklich stolz, dass das Stettener Schulzentrum zu den 42 Starterschulen im Land Baden-Württemberg gehört“, sagte Bürgermeister Gregor Hipp.
„Wir fangen hier etwas ganz Neues an“, machte das Gemeindeoberhaupt deutlich und zeigte sich überzeugt, dass sowohl die Schüler als auch das Schulzentrum und die Gemeinde Stetten a.k.M. von der neuen Schulform profitieren werden. „Wir sind dem Land Baden-Württemberg sehr dankbar, dass es diesen Weg endlich gegangen ist und haben aus diesem Grund auch gerne hohe Investitionen in Kauf genommen“, drückte Hipp seine Hoffnung aus, dass den Schülern das Lernen in dem neuen Umfeld sehr viel Spaß machen wird. „Auf jeden Fall bin ich Euch und Euren Eltern dankbar, dass ihr den Schritt in die neue Zukunft wagt“, wünschte Hipp den neuen Fünftklässlern „alles Gute und viel Freude und Spaß am Lernen“.
Schon davor hieß Rektor Hans-Jörg Kraus die Schüler sowie deren Eltern herzlich an „unserer ganz besonderen weiterführenden Schule“ willkommen und ging auf neue Begrifflichkeiten sowie die Besonderheiten der Gemeinschaftsschule ein, in der Kinder gemeinsam unterrichtet werden, egal ob sie später einmal Abitur, den Real- oder den Hauptschulabschluss machen. „Ihr erhaltet mehr Freiräume, werdet individuell gefördert und müsst euch auch an selbständiges Lernen gewöhnen“, sagte der Rektor. Dafür habe die Gemeinde mit den neuen Lernbüros optimale Voraussetzungen geschaffen. „Da hat sich in den Ferien einiges getan“, sagte der Schulleiter und stellte klar, dass es für diese Räume natürlich auch Regeln gäbe und die Schüler für deren Zustand „auch ein bisschen selbst verantwortlich“ seien.
Graf Alexander Bernadotte nutzte die Gunst der Stunde, um den Förderverein „Freunde des Schulzentrum“ näher vorzustellen, der sich unter dem Motto: „Wir tun was: Für unsere Kinder, unsere Schule, unsere Zukunft“ für die Belange des Schulzentrums engagiert. Unterdessen lockerte ein Rahmenprogramm mit gesanglichen Darbietungen und einer Modeschau die offizielle Feier auf. Die Schüler konnten es allerdings kaum erwarten, bis die beiden Lerngruppenbegleiterinnen Katja Klaiber und Franziska Gulde die Einteilung der Klassen bekannt gaben und ihre Schützlinge jeweils mit einem kleinen Blumengruß willkommen hießen, ehe sich ein kleiner Empfang in den neu gestalteten Räumlichkeiten anschloss.
