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Stetten am kalten Markt Bahnhofsgebäude wird zum Blickfang – und die Sanierung günstiger

Die Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Storzingen ist ein voller Erfolg und im Gemeinderat gab es großes Lob für Ex-Ortsvorsteher Hans Riester, dem das zu verdanken ist.

Mit großer Freude hat der Stettener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Abrechnung der bislang erfolgten Sanierungsmaßnahmen am Bahnhofsgebäude in Storzingen zur Kenntnis genommen. Schließlich konnten dabei satte 35 000 Euro gegenüber dem ursprünglich geplanten Haushaltsansatz eingespart werden. Grund zur Freude war auch, dass mit der Sanierung ein einstiger Schandfleck zum Blickfang an Storzingens Ortseingang geworden ist.

"Wir konnten die Maßnahme mit Kosten von knapp 196 000 Euro abrechnen", vermeldete Gemeindeoberhaupt Maik Lehn sichtlich erfreut. Anhand zahlreicher Bilder zeigte er "die äußerst gelungene Maßnahme" nach, an deren erfolgreichem Abschluss der frühere Storzinger Ortsvorsteher Hans Riester den eindeutig größten Anteil trage. Schließlich habe der pensionierte Architekt Hans Riester die gesamte Baumaßnahme in Absprache mit der Verwaltung ehrenamtlich begleitet und alle anstehenden Bauabschnitte mit der Deutschen Bahn sowie dem Landesamt für Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Stuttgart koordiniert. "Wir sind Hans Riester zu großem Dank verpflichtet", sagte Lehn und betonte, dass sich dieser sich mit Leib und Seele dem Projekt verschrieben habe.

Jedes Fenster, jede Tür vermessen

Anhand eines uralten Lageplanes aus dem Jahr 1870 und mit Hilfe zahlreicher historischer Fotos war es dem engagierten Planer gelungen, den Originalzustand des Bauwerks detailliert zu rekonstruieren. In enger Abstimmung mit dem Denkmalamt hatte Riester das alte Gebäude innen und außen von oben bis unten genauestens vermessen, und in mühevoller Kleinarbeit für jedes Fenster, jede Tür und jedes Stockwerk detaillierte Pläne ausgearbeitet, nach denen Dach und Fassade des Gebäudes dann saniert wurden. Nach historischen Vorlagen hatte Riester in den Wintermonaten gemeinsam mit Norbert Werner und Willi Gauggel darüber hinaus auch noch die Fensterläden in Eigenleistung hergestellt, die das Dreiergespann vor kurzem am Bahnhofsgebäude auch selbstredend montiert hat. Nur die Malerarbeiten an den Fensterläden habe der Bauhof noch übernehmen müssen.

So sei am Ortseingang inzwischen ein echter Blickfang entstanden, was auch von den zuständigen Stellen bestätigt werde. So habe nicht nur die Oberkonservatorin des Landesamtes für Denkmalpflege Judith Breuer die bislang erfolgten Arbeiten und die Zusammenarbeit anerkennend gewürdigt, sagte Bürgermeister Maik Lehn vor dem Gremium.

Auch der Deutschen Bahn sei es nicht verborgen geblieben, wie toll der Bahnhof geworden sei. Insofern sei es dem früheren Besitzer des Gebäudes nicht schwer gefallen, eine Rechnung in Höhe von knapp 5400 Euro für das Entsorgen von Problemstoffen zu übernehmen. Wie Lehn informierte, sei beim Öffnen des Daches überraschenderweise Asbestmaterial zum Vorschein gekommen, das gesondert entsorgt werden musste. Dadurch sind für die Gemeinde Kosten entstanden, die jetzt die Bahn tragen wird: "Die Bahn hat die Kosten anstandslos übernommen", sagte Lehn weiter.

Das Bahnhofsgebäude

Wie berichtet hatte die Gemeinde das Bahnhofsgebäude Ende 2014 erworben und damit einen Schlussstrich unter die jahrelangen Verhandlungen mit der Deutschen Bahn gezogen. Nicht zuletzt war die exponierte Lage des Bahnhofs ausschlaggebend für den Erwerb. Die Verantwortlichen versprachen sich, den Ortseingang und das Tor zur Stetten attraktiver zu gestalten, was mit der aufwändigen Sanierung offenbar gelungen ist: "Das Gebäude ist zu einem echten Blickfang geworden, wofür es allen Beteiligten ein herzliches Vergelt's Gott zu sagen gilt", attestiert Gemeinderat Florian Dreher (Initiative Lebenswertes Stetten a.k.M.).

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