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Sigmaringen Weltgesundheitsorganisation konferiert in der Kreisstadt

Tabakexperten auf 16 Ländern tagen im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Sigmaringen

Sigmaringen – Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Sigmaringen, das für die Untersuchung von Tabak und Tabakerzeugnissen zuständig ist, hat Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie internationale Tabakexperten aus aller Welt empfangen, informiert das CVUA. Da Laborleiter Jürgen Hahn seit mehr als drei Jahrzehnten ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet ist, hatte die WHO angefragt, hier ihre Konferenz zum Thema Wasserpfeifentabak auszurichten. Traditionell ist die Wasserpfeife (Shisha) in Asien, Afrika und dem Nahen Osten beheimatet. Aber auch in Deutschland erfreut sie sich insbesondere bei Jugendlichen großer Beliebtheit.

24 Tabakexperten aus 16 Ländern (Afrika, Amerika, Asien und Europa) tauschten sich zwei Tage lang über die weltweite Standardisierung von Analyseverfahren zur Bestimmung von Schadstoffen aus, die beim Rauchen von Wasserpfeifen entstehen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass das Rauchen von Wasserpfeifen nicht weniger schädlich ist als das Rauchen von Zigaretten. Neben zahlreichen Fachvorträgen und Diskussion der Experten stellte das CVUA in einem Workshop in seinem Tabaklabor ein Analyseverfahren unter Verwendung einer analytischen Abrauchmaschine für Wasserpfeifentabak vor.

Am Abend empfing Karl-Friedrich Fürst von Hohenzollern die Teilnehmer des WHO-Meetings im Schloss zum Galadinner. Die Staatssekretärin des Landesministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, erläuterte die lange Tradition der Tabaküberwachung, die seit 1879 ein wichtiger Teil des Verbraucherschutzes in Deutschland ist. Dabei betonte sie, dass die Zusammenarbeit und der Austausch von unabhängigen Laboren und Wissenschaftlern, wie aktuell in Sigmaringen, unverzichtbar seien. Amtsleiter Bernfried Glück sicherte den WHO-Vertretern zu, dass das Tabaklabor des CVUA zukünftig im Rahmen seiner Möglichkeit bereit ist, eine größere Rolle innerhalb des weltweiten Labornetzwerkes zur Untersuchung von Tabak und Tabak­erzeugnissen zu übernehmen. WHO-Delegationsleiter Vinayak Prasad brachte die herausragende Kompetenz des Sigmaringer Tabaklabors zum Ausdruck.

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