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Sigmaringen Wauer ist Bundestagskandidat des Grünen-Kreisverbands

22.09.2012
Sigmaringen -  Bei einer Nominierungsveranstaltung des Kreisverbands der Grünen Zollernalb-Sigmaringen in der Sigmaringer Stadthalle wurde der 50-jährige Roman-Hartmut Wauer aus Kißlegg zum ersten eigenen Bundestagswahlkandidaten gekürt

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Wohl zum ersten Male flatterten vor der Stadthalle die Fahnen des „Bündnis 90/Die Grünen“, aber dafür gab es auch einen entsprechenden Anlass. Der Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen hatte sich zur Nominierungsversammlung getroffen und wählte erstmals einen eigenen Bundestagskandidaten. Dazu gab es 93 Wahlberechtigte, von denn 28 zur Versammlung gekommen waren. Von diesen 28 Stimmberechtigten, sprachen sich 26 für Roman-Hartmut Wauer aus Kißlegg als Direktkandidat aus. Bis zum eigentlichen Wahlgang trat auch kein weiterer Bewerber auf. Insgesamt hatten sich etwa knapp 50 Parteifreunde zur Versammlung eingefunden.

Der Kreisverband Sigmaringen war Ausrichter dieser Nominierungsversammlung im Foyer der Stadthalle und wartete mit einem kleinen Sektempfang auf, bevor es zur Sache ging. Und so wie die Nominierungsversammlung begonnen wurde, klang sie auch wieder aus, nämlich mit einer Cocktailparty und natürlich grünen Cocktails. So etwas hätte es bei Versammlung noch nicht gegeben, staunten die Teilnehmer.

Der Vorsitzende des Kreisverbands Sigmaringen, Thomas Friedrich, eröffnete dann die Nominierungsversammlung, begrüßte die Teilnehmer, unter ihnen die Frau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, Gerlinde Kretschmann, sorgte für geordneten Ablauf der Regularien und den eigentlichen Wahlgang. Dann gab Friedrich das Rednerpult für eine Vorstellungsrunde des Direktkandidaten im Wahlkreises 295 Zollernalb-Sigmaringen frei. Wauer machte deutlich, dass er 50 Jahre alt sei, eine Familie mit drei Töchtern habe und seit 15 Jahren zu den „Grünen“ gehöre.

„Ich will mein Bestes geben“, erklärte er, „aber es wird dennoch schwierig werden.“ Viele gute Gespräche mit Kreisverbandsmitgliedern hätten ihn bewogen, als Bundestagskandidat für einen grünen und starken Wahlkreis 295 zu kämpfen. „Wir wollen einen Politikwechsel und Schwarz-Gelb ablösen, doch dazu gibt es noch richtig viel zu tun,“ so der gelernte Programmierer, „und erfolgreich die Bundestagswahl gestalten.“ Seine Themen waren Außen- und Wirtschaftspolitik, erneuerbare Energien, zu denen er behauptete, dass damit die Strompreise sinken statt steigen würden, wie Fakten belegten oder die Sozialen Marktwirtschaft, bei der Brüche zwischen Sozial und Marktwirtschaft auseinander trieben, statt zu einander zu führen. Schwarz-Gelb würde Gesetze mit eingebauter Fehlwirkung verabschieden. „Wie brauchen vor allem Sonnen- und Windenergie und sind mit unserer Politik auf dem richtigen Weg“, so Wauer. „Wir wären ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir Wind- und Solarenergie nicht annehmen würden“, ergänzte er. Mindestlohn und Mindestrente, Bürgergenossenschaften, Politikverständnis, das Schaffen von Ehrlichkeit und Offenheit, waren neben weitere Themen, Dinge die er ansprach.

Dann war eine Fragerunde aus Reihen der Versammelten angesagt. Dabei wurden Fragen zur Landwirtschaft, demographischer Entwicklungen, Bundeswehreinsatz in Afghanistan, Energieeffizienz oder die Forderung nach transparenter Strompolitik und anderes mehr an der Bundestagswahlkandidaten gerichtet.

Das eigentliche Ziel des Abends und der Kreisverbandsversammlung war es aber, endlich einen eigenen Kandidaten präsentieren zu können. Und das gelang dann auch mit der Bestätigung von Wauer, der selbst einräumte, noch nicht in allen Themenkreisen sattelfest zu sein, aber er versicherte schließlich als künftiger, strahlender Bundestagskandidat: „Ich habe so richtig Lust auf einen engagierten Wahlkampf . Ich werde mit Leidenschaft dabei sein als Direktkandidat des Kreisverbands Zollernalb-Sigmaringen.“

Er wurde mit einem Blumenstrauß von Kreisschatzmeister Wolfgang Ruff beglückwünscht und auch Gerlinde Kretschmann ließ sich nicht nehmen, wie die übrigen Parteimitglieder auch, ihm gleich die Hand zu drücken. Dann stand dem Weg zum grünen Cocktail nichts mehr im Wege.

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