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Sigmaringen Vater missbraucht seine Töchter - Acht Jahre Haft

12.12.2007
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Ein 41-jähriger Familienvater aus dem Kreis Sigmaringen ist vom Landgericht Hechingen zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Er hat gestanden, seine beiden damals neun und elf Jahre alten Töchter sechs Jahre lang bis zu drei Mal wöchentlich sexuell missbraucht zu haben. Dabei hatte er alle Übergriffe mit der Videokamera gefilmt.

Sigmaringen - Ein Raunen ging durch den Zuschauerraum des Gerichtssaals, als Staatsanwalt Karl-Heinz Beiter die Anklageschrift verlas. Darin wurde der 41-Jährige beschuldigt, sich in 239 Fällen an seinen beiden Töchtern vergangen zu haben. Im Juni 2001 soll er erstmals seine neunjährige Tochter unsittlich berührt und wenig später zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Auch ihre zwei Jahre ältere Schwester zwang der Mann zum Geschlechtsverkehr.

Der sexuelle Missbrauch wiederholte sich laut Anklage in unregelmäßigen Abständen von zwei bis drei Mal pro Woche oder pro Monat, jeweils wenn die Lebensgefährtin nicht zu Hause war. Dreimal soll er sich gleichzeitig an beiden Töchtern vergangen und dabei Geld versprochen haben.   

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Der Angeklagte legte bei der Verhandlung ein umfassendes Geständnis ab. Als der Richter wissen wollte, wie es zu den Übergriffen gekommen sei, erklärte der Mann, dass er dies nicht mehr genau sagen könne. Er habe sich im Juni 1996 von seiner Ehefrau, der Mutter seiner insgesamt vier Kinder, getrennt und das Sorgerecht erhalten. Seine Kinder seien sehr anhänglich gewesen. "Ich habe irgendwann immer mehr den körperlichen Kontakt zu ihnen gesucht", erklärte der Mann. Als seine Lebensgefährtin im Jahr 2001 zur Kur gefahren sei, habe er sich an den Mädchen vergangen.

Er gab an, dass die Kinder sich nicht gewehrt und nie geweint hätten. Erst Ende des vergangenen Jahres habe sich seine jüngere Tochter gewehrt oder den sexuellen Missbrauch nur noch unter Drohungen über sich ergehen lassen. "Ich habe versucht, den Drang zu unterdrücken", versuchte sich der 41-Jährige zu erklären. Auf die Frage von Richter Gerd Müller, warum er alles mit der Videokamera gefilmt habe, antwortete er: "Ich wollte noch mal das Gefühl erleben, das ich dabei hatte. Ich habe gehofft, wenn ich mir die Videos anschaue, kommt es nicht mehr vor. Leider kam es wieder vor."

                   
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