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27.06.2012  |  0 Kommentare

Sigmaringen Schockanrufe: Trickbetrüger ergaunern 2700 Euro

Sigmaringen -  Eine 46-Jährige aus Sigmaringen ist am Dienstag, gegen 13.30 Uhr, von Trickbetrügern um 2700 Euro erleichtert worden.

Symbolbild  Bild: Marc Müller (dpa)



Die 46-Jährige war nach Angaben der Polizeidirektion Sigmaringen von einer russisch sprechenden Frau angerufen worden, die sich als ihre Tochter ausgab. Die Anruferin gab an, dass sie auf einer Treppe gestürzt sei. Dabei habe sie ein Kind mitgerissen und schwer verletzt. Für die ärztliche Behandlung sei eine Summe von 20000 Euro erforderlich. Die 46-Jährige ließ sich zu einer Anzahlung überreden, da sie zufällig 2700 Euro zu Hause hatte. Sie wurde dann am Telefon von einem angeblichen Anwalt hingehalten, bis ein etwa 23 Jahre alter, dunkel gekleideter Mann mit einem dunkelblauen Pkw vorfuhr und das Geld in Empfang nahm. Nachdem der Unbekannte weggefahren war, kamen ihr Zweifel. Sie rief ihre Tochter an, die sich wohlbehalten an ihrer Arbeitsstelle im Kreis Ravensburg meldete.

Zwei weitere ähnliche Anrufe gingen ebenfalls am Dienstag bei einer 33-jährigen Frau in Bad Saulgau und einer 48-Jährigen in Sigmaringen ein. In einem Fall meldete sich ein angeblicher Anwalt, im anderen gab sich der Anrufer als Sohn aus. In den letztgenannten Fällen ließen sich die Angerufenen nicht auf die Forderungen ein. Weitere Schockanrufe wurden in Rottweil, Albstadt und Hechingen bekannt. Die Telefongespräche wurden in russischer Sprache geführt.

Vor allem ältere, als Russland stammende Mitbürger sind in der Vergangenheit Opfer dieser Betrugsmasche geworden. Die Betrüger sprechen fließend russisch und geben sich als Angehörige, Rechtsanwälte, Polizeibeamte oder Behördenvertreter aus. Sie täuschen ihren Opfern gekonnt vor, dass ein Familienmitglied in einer Notlage ist und dringend Geld benötigt. Dann kündigen sie einen Boten an, der das Geld abholt.

Wer einen solchen Anruf erhält, sollte keinesfalls auf die Forderungen eingehen. Sofern möglich sollte die angezeigte Telefonnummer des Anrufers notiert werden. Durch Rückrufe bei den Familienangehörigen kann der Schwindel in der Regel rasch aufgedeckt werden. Die Notrufnummer 110 der Polizei ist rund um die Uhr erreichbar.

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