Die Frau erhielt nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei gegen 14.15 Uhr in russischer Sprache einen Anruf von einem angeblichen Anwalt. Dieser behauptete, dass ihre Tochter eine Treppe hinunter gestürzt sei und dabei ein Kind mitgerissen habe. Das Kind müsse nun operiert werden. Damit die Tochter nicht ins Gefängnis komme, müsse Geld gezahlt werden. Der Anrufer fragte die 47-Jährige, wie viel Bargeld sie zu Hause habe. Er würde Kuriere vorbeischicken, die den Betrag abholen. Kurze Zeit klingelten zwei Männer an der Wohnungstür. Vom Anruf des angeblichen Anwalts beeindruckt übergab ihnen die Frau 7000 Euro. Als sie gegen 17 Uhr mit ihrer Tochter telefonieren konnte, flog der Schwindel auf. Die Kuriere waren längst über alle Berge, als die Polizei informiert wurde.
Am vergangenen Wochenende und am Montag sind in Ostrach und Pfullendorf zwei Frauen von russisch sprechenden Anrufern auf diese Weise um jeweils 1000 Euro betrogen worden. Bei den russischen Schockanrufen handelt es sich um ein bundesweites Phänomen. Opfer sind überwiegend gutgläubige, meist ältere Frauen, die durch falsche Hiobsbotschaften zur Zahlung von Geld überredet werden.
