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Sigmaringen Neukonzeption ist im Schloss Sigmaringen gefragt

Katherina Pfitzinger bringt für ihre leitende Funktion im Schloss gute Erfahrungen mit. Sie beerbt die Verwalterin Lisa Näpel und managt nun den Tourismusbetrieb und die Vermarktung.

Sigmaringen – Das Hohenzollern-Schloss in Sigmaringen hat eine neue Tourismusleiterin. Katherina Pfitzinger hat im April die Nachfolge von Lisa Näpel angetreten. Anders als ihre Vorgängerin, die die Funktion einer Schlossverwalterin innehatte, soll die neue Tourismuschefin sich um den Tourismusbetrieb kümmern. „Ihre Hauptaufgabe dabei ist es, das Schloss bestmöglich zu vermarkten“, sagt Thomas Kanjar von der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern. „Ich habe seit Beginn meiner Tätigkeit alle Abteilungen des Schlossbetriebs besucht, um mir einen Eindruck verschaffen zu können: Wo stehen wir und wohin wollen wir?“, erläutert Katherina Pfitzinger im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Katherina Pfitzinger ist 32 Jahre alt und stammt aus Mittelfranken. In den Niederlanden und in Südafrika hat sie internationales Tourismusmanagement studiert. Nach ihrem Studium verbrachte sie einige Zeit in München. Bei der Stadt Feuchtwangen war die 32-Jährige verantwortlich für das Stadtmarketing und arbeitete beim Deutschen Jugendherbergswerk in der Marketingabteilung.

Die Vermarktung des Schlosses ist ihr Hauptanliegen. Um die Ziele zu erreichen, will die neue Tourismusleiterin aktiv mit den Reiseveranstaltern in Kooperation gehen. Mit rund 80 000 Besuchern ist die Zahl der Besucher in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Doch Thomas Kanjar legt Wert auf die Feststellung: „Wichtig ist die Qualität der Führungen. Dass die Besucher für ihr Geld etwas bekommen, das nicht in jedem Schloss zu sehen ist. Wichtig für uns ist auch, dass die Leute zufrieden sind und für eine gute Mundpropaganda sorgen“.

Sind die Einzelreisenden, die das Schloss besuchen, momentan noch die wichtigste Kundengruppe, sollen künftig verstärkt Busunternehmen angesprochen werden? Mit dem Busparkplatz unterhalb des Schlosses am Rande des Karlsplatzes, der neu gestaltet wurde, „tragen wir der Entwicklung Rechnung“, fährt Kanjar fort. Ein wichtiger Schritt, um eine hohe Aufenthaltsqualität zu bekommen, sei auch die Neugestaltung des Karlsplatzes gewesen. „Die Besucher erfreuen sich an dem schönen Blick auf das Hohenzollern-Schloss“, berichtet die neue Tourismuschefin und konstatiert: „Der Besuch beginnt nicht im Schloss, sondern vor dem Schloss“.

Mit der neu gestalteten Waffenhalle, die nun auf eigene Faust erforscht werden kann und in der die Ausstellungsstücke anschaulicher präsentiert werden, hofft die Unternehmensgruppe ebenso auf eine positive Signalwirkung. Ein Audioguide erzählt den Besuchern alles Wissenswerte über eine der größten privaten Waffensammlungen Europas.

Auch in diesem Jahr stehen neben den üblichen Schlossführungen einige Höhepunkte bevor: Neben der Barocknacht und den Hochzeits-Menüs sind es Schloss-Erlebnistage, die vom Land organisiert werden. „Wir freuen uns, Bestandteil dieses Erlebnistages zu sein und haben ein tolles Programm aufgestellt“, sagt Katherina Pfitzinger.

Zu den Höhepunkten der Veranstaltungen auf dem Hohenzollern-Schloss zählt am kommenden Freitag, 26. Mai, auch das Zündapp-Treffen mit einer großen Motorrad-Show im Schloss aus Anlass des 100. Geburtstages der Kultmarke. Ab 9 Uhr dreht sich vor der historischen Kulisse alles um die Welt der robusten Motoren. „Wir freuen uns sehr, dass wir Teil dieses Jubiläums sind“, betont Thomas Kanjar. Für den Geschäftsfeldleiter der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern geht damit ein langgehegter Traum in Erfüllung: „Ich bin selbst ein großer Zündapp-Fan“. Dabei werden die Gäste auf Schloss Sigmaringen mit Wildspezialitäten aus Wald und Feld der fürstlichen Jagd verwöhnt. Neben Köstlichkeiten wie Edelwildgulasch oder Edelwild-Bratwürsten werden kaltes Holundermet und lokale Getränkespezialitäten wie die frisch gezapften Biere der ortsansässigen Brauerei Zoller-Hof serviert.

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