Sigmaringen – Auf zwei Millionen Euro pro Quartal beziffert Oberfeldapotheker Frank-Peter Gaede den Warenumsatz in „VIZ“, wie das Versorgungs- und Instandsetzungzentrum Sanitätsmaterial abgekürzt heißt. Diese Einrichtung in der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen ist laut ihrem Chef „die logistische Drehscheibe im Süden der Republik für Arzneimittel und die Instandsetzung von Sanitätsmaterial.“ Ein bisschen Stolz kann man da aus den Worten des Oberfeldapothekers schon heraus hören – und das darf auch sein. Immerhin ist das VIZ in der Hohenzollernstadt eines von vier solchen Zentren, die die Bundeswehr in Deutschland unterhält. Von der Kopfschmerztablette bis zum Verbandsmaterial für Verwundete ist hier alles zu haben. Auch medzinisches Gerät wird hier instandgesetzt und ein Labor gibt es auch.Und wenn in der Abholzone ein Schild mit den vier Buchstaben KFOR hängt, dann ist auch sofort klar, dass nicht nur Kasernen mit medizinischen Produkten versorgt werden.
Mit der Übergabe der sanierten Hallen 124 und 133 sind jetzt endlich auch die Arbeitsbedingungen so, wie man sie bei einer weltweit operierenden Armee erwarten darf. 1 785 000 Euro wurden in die beiden Gebäude investiert, in denen früher Großgerät der Bundeswehr untergebracht war. Die Panzer sind längst aus Sigmaringen abgezogen. Doch was jetzt an ihrer Stelle untergebracht ist, das ist für eine Armee genauso überlebenswichtig, wie Ausbildung und Bewaffnung. Und: „Hier war kein buntes Sammelsurium von Architekten am Werk. Es gibt ein einheitliches Gestaltungskonzept“, wie Baudirektor Tilman Ruhdel feststellte.
