Mein
 

Sigmaringen Kretschmann lobt Laizer Unternehmen: „Ihr seid Weltspitze“

Firma Schaefer feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Landrätin Stefanie Bürkle gratulieren. Hunderte von Besuchern beim Tag der offenen Tür mit unterhaltsamem Programm.

Hunderte von Besuchern strömten am Samstag zum Tag der offenen Tür der Firma Schaefer GmbH. Das Unternehmen der Aufzugsindustrie feierte an seinem Stammsitz im Stadtteil Laiz sein 50-jähriges Bestehen. Aus den Lautsprecherboxen tönte Rockmusik von Deep Purple und Led Zeppelin. Kurz bevor die Prominenz an die Mikrofone trat, war Led Zeppelins Klassiker „Black Dog“ zu hören. Der „Schwarze Hund“, ein geisterhaftes Wesen im britischen Volksglauben als Anspielung auf den Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, dem als Obergrüner gerne eine gewisse Affinität zu den politischen „Schwarzen“ nachgesagt wird? Mitnichten!

Kretschmann hielt eine wohlfeile Rede auf die Wichtigkeit von mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat der Wirtschaft bilden und für Prosperität und Wohlstand im Lande garantieren. Er schätzte sich froh, dass es diese Firma Schaefer gibt, die Respekt und Anerkennung verdiene: „Ihr gehört als Hersteller zur Weltspitze. Nicht jeder Standort stellt einen Ministerpräsidenten“, sagte er unter beifälligem Gelächter im Auditorium. „Das kann nicht jeder sagen, der in einem Dorf wie Laiz wohnt!“ Die Firma Schaefer habe sich seit ihrer Gründung 1964 zu einem der größten Arbeitgeber entwickelt – mit 220 Mitarbeitern federführend in der Hohenzollernstadt.

Winfried Kretschmann regte gleichermaßen zum Nachdenken an. Es sei falsch, den ländlichen Raum immer als strukturschwach zu bezeichnen. Denn nirgendwo sei das Gefälle zu den Großstädten so gering wie hier in Baden-Württemberg. „Der Landesregierung ist sehr daran gelegen, den ländlichen Raum weiter zu stärken!“ Der Ministerpräsident würdigte die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Sigmaringen-Albstadt, die ein wichtiges Scharnier bedeute. Auch die duale Hochschule gehöre zu den Erfolgsrezepten. Um den Fachkräftebedarf decken zu können, bedürfe es einer noch größeren Flexibilität. So auch zur beruflichen Wiedereingliederung von Frauen. Und Kretschmann mahnte: „Wir brauchen eine Willkommenskultur für Einwanderer. Sonst können wir unseren Wohlstand nicht halten!“

Landrätin Stefanie Bürkle listete bei ihrem Grußwort die Erfolgsfaktoren dieses Unternehmen auf. So die Familie, die sich als Unternehmer den gesellschaftlichen Trends gestellt hätte. Des Weiteren die Mitarbeiter, die sich einer hohen Leistungsbereitschaft befleißigen. Als drittes nannte sie die „Rahmenbedingungen, die unser Land zur Verfügung stellt. Bei uns wird dezentral investiert!“ Mit guten Wünschen auf weitere 50 erfolgreiche Jahre überreichte sie ein Kreiswappen als Präsent, das eines der Firmenfenster zieren könnte.

Zuvor hatte Geschäftsführer Michael Gubisch an diesem Jubiläumstag, der wie geschaffen sei, um aus dem Nähkästchen zu plaudern, reichlichen Stoff aus den fünf Jahrzehnten zusammengetragen. Gubisch stellte den Pioniergeist dieses Hauses heraus, dass mit seinen Gesellschaftern Michael, Hartmut und Helmut Schäfer und mit Werner Köpff zum weltweiten Technologieführer der Branche geworden sei. „Und wir wollen es auch bleiben!“ Gubisch lobte die Flexibilität seiner Mitarbeiter, die in 15 Sprachen kommunizieren könnten. Niederlassungen gibt es Shanghai, Mailand, Barcelona und neuerdings auch in Vancouver. „Nordamerika ist ein Ziel für uns, es hat seine Reize!“ Gleichwohl habe man auch viel in die Modernisierung und Verschönerung am Standort Laiz investiert. Gubisch verwies auf das schicke Bistro, das am heutigen Tag seiner Bestimmung übergeben wurde.

Nach den Ansprachen bot sich dem SÜDKURIER ein exklusiver Rundgang durch die heiligen Produktionshallen. Mathias Schultz, Assistent der Geschäftsführung, erklärte die Elemente in ihrer Variantenvielfalt, die den heutigen Lift ausstatten. Im Foyer und vor den Eingangstüren hatte die Firma einiges zur Unterhaltung aufgeboten. Begeisterung bei den Kindern weckte Zauberer „Basilikum“, der sie mitwirken ließ in seiner raffinierten Hexenküche.

Regionale Produkte von Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein auf SÜDKURIER Inspirationen. Gleich Newsletter abonnieren und sparen!
Wahre See-Liebe – Neue SEEStücke auf SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Sigmaringen
Sigmaringen
Sigmaringen
Sigmaringen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren