60 Jahre Baden-Württemberg – die Kinder der Sigmaringer Kindertagesstätte „Maria Theresia“ feierten voller Stolz mit. „Das ist doch toll, wenn man ein ganzes Jahr lang Geburtstag feiern kann”, stellten die Kinder in diesem Fall fest. Die vergangenen Monate bildeten Land, Brauchtum, Leute und schwäbische Lieder Baden-Württembergs den pädagogischen Schwerpunkt im Kinderhaus. Die kleinen Schwaben erfuhren kindgerecht von der Entstehung des „Ländles” und auch von seinen berühmten Menschen. Beispielhaft für den landesspezifischen Forscher- und Erfindergeist erfuhren die Kinder beispielsweise von Ernst Henkel, dem Erbauer von Raketen und Düsenflugzeugen, oder auch von Artur Fischer, dem Erfinder des Dübels und des Blitzlichts. Auch heute noch kommen im Ländle 120 Patentanmeldungen pro Jahr auf 100 000 Einwohner, der Bundesdurchschnitt liegt bei 59 Patenten und der Europadurchschnitt bei 13 Patenten.
Auch der schwäbische Dialekt als Kulturgut wurde zusammen gepflegt und geübt, sind doch längst nicht alle Kita-Kinder dieser Landessprache mächtig. So war sie gar nicht „maulfaul em Kenderheisle“ und hat „auf ´m Debbich em Krois viele scheene Wörter gschwätzt.“ Auch die landestypischen Leckereien, wie „Gsälz, Krombira, Schupfnudla, resche Bredle ond Mauldascha” wurden mit den Erziehern gekocht, gebacken und verspeist. Zum Abschluss gab es ein „schwäbisch-luschtiges Feschtle“ mit dem die Baden-Württemberg Geburtstagswochen im Kinderhäuschen endeten.
