Sigmaringen - Beim Pressetermin im DRK-Zentrum in Sigmaringen waren DRK-Kreisvorsitzender Rolf Vögtle und DRK-Geschäftsführer Urs Bruhn schon ein bisschen stolz auf die hohe Zahl der Blutspender. "Im ländlichen Raum ist der Zusammenhalt der Bevölkerung einfach größer. Da nimmt man auch mal den Nachbarn zu einer Spendenaktion mit", hat Werbeleiter Eberhard Weck vom DRK-Blutspendendienst Baden-Württemberg - Hessen gGmbH erkannt. Und: "Hier ist das Rote Kreuz auch tief in der Bevölkerung verwurzelt."
Vögtle macht deutlich, dass auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist - und das flächendeckend. "Niemand braucht weite Strecken zu fahren, um sein Blut spenden zu können." Allgemein habe man in der vergangenen Jahren wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Für Weck ist klar: "Es muss Blut fließen." Beim Kreisverband Sigmaringen des DRK ist diese Forderung bestens erfüllt. 9,3 Prozent der Bevölkerung geben den lebensrettenden Saft ab - und das für nur ein Vesper. Aber: Ohne Ehrenamtliche ginge beim Blutspenden nichts. "Rund 250 Stunden müssen bei einer Blutspendenaktion geleistet werden", sagt Kreisbereitschaftsführer Mario Rilli. Etwa eine Stunde ist pro Blutspender zu veranschlagen. Hoch gerechnet wurden dann im Jahr 2007 etwa 12000 Stunden von Ehrenamtlichen DRK-Helfern geleistet. Für den Werbe- und Organisationsreferenten des Kreisverbandes ist das "ein Engagement, dass man nicht genug würdigen kann."
Die nächste Blutspendenaktion findet am Mittwoch, 27. Februar, von 11 bis 17 Uhr in der Sibylla-Merian-Schule statt. Schülermitverantwortung und Schulleitung wollen damit Lehrer und Schüler gleichermaßen für das Blutspenden gewinnen. "Wir glauben, dass eine derartige Aktion dazu beiträgt, junge Menschen stärker in den sozialen und politischen Fokus zu rücken und mithilft, Menschenleben zu retten", heißt es in einer Mitteilung der Schule.
Baden-Württemberg, Seite 14
