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Sigmaringen Gute Tipps für Pilzsammler

13.10.2012
Sigmaringen -  In den Wäldern rund um Sigmaringen sind die Pilzsammler unterwegs. Ihnen hilft die BUND-Pilzberatung essbare von nichtessbaren oder gar giftigen Exemplaren zu trennen

Siegfried Franz steht jeweils montags in der BUND-Geschäftsstelle zur Pilzberatung zur Verfügung und gibt dabei so manchen wichtigen Hinweis, besonders zu Pilzarten, die sich ähnlich sehen, mit auf den Sammlerweg.  Bild: Mallkowsky

Ein ganz feiner Speisepilz, der ziegelgelbe Schleimkopf, den nur wenige kennen.

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Obwohl die Saison so langsam aber sicher dem Ende entgegen geht, sind die unermüdlichen Pilzsammler immer noch unterwegs. Mit Messer und Körbchen bewaffnet, trifft man sie an ihren „geheimen“ Orten im Wald, eine ganz bestimmte Stelle und die geben sie auch nicht gerne preis.

Und was der Wald an Pilzen in diesem Jahr zu bieten hat, das lässt sich sehen und erstaunt auch immer wieder auch den BUND-Pilzberater Siegfried Franz, der noch bis Ende des Monats in der Burgstraße, montags von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr, sein Expertenwissen anbietet. An ihn können sich Pilzsammler mit ihren Fund wenden, besonders dann, wenn sie unsicher sind, welcher Pilz essbar und welcher ungenießbar ist. Die unzähligen Arten von Pilzen haben so ihre Tücken, selbst zwei der gleichen Gattung können höchst genussvoll oder auch giftig sein. Und selbst Pilzexperte Franz zieht immer wieder seine Bücher zu Rate, wie ein Besuch des SÜDKURIER während der Pilzberatung zeigte. Franz, übrigens einziger Pilzberater im Kreis, war schon in seiner Kindheit immer seinem Vater im Wald unterwegs, kannte damals schon Pilze und ihre giftigen Doppelgänder. Pilze wurde im Laufe seines Lebens so etwas wie eine Leidenschaft. Mit mehreren Fortbildungen und einer praktischen Prüfung, bei der er viele Pilze beim Namen nennen musste, hat er im Jahr 2002 den Pilzberaterausweis von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie bekommen. Und ihm geht es wie den Pilzsammlern im Kreis, ihn überkommt ebenfalls die Sammlerleidenschaft im Wald.

Gerne kommen die anderen Sammler während der Beratungsstunde zu ihm. Beispielsweise Caroline Vogeser, die die Eltern mit ihren Pfundstücken zu Siegfried Franz geschickt hatten. Er sortiert die Pilze nach essbar, nicht genießbar oder giftig, macht auf die besonderen Merkmale der Findlinge aufmerksam und freut sich über Raritäten, die auch oft dabei seid. Beispielweise dieses Mal eine schöne „Herkuleskeule“ (nicht essbar) oder ein ganz seltener grauhäutiger Streifling (essbar). Den besonders guten Speisepilz „ziegelgelber Schleimkopf“ hatte er zur Ansicht mitgebracht, weil den viele Sammler nicht kennen würden. Er weiß aber auch davon zu berichten, das vor zwei Jahren der Karbolegerling, dem Champignon auf den ersten blick ähnlich, heftige Magen- und Darmprobleme verursachen hatte, aber keine echten Vergiftungen beschert. Merkmale dieses Pilzes seinen der Karbolgeruch beim Kochen und das sofort gelb anlaufende Fruchtfleisch, wenn man ihn abschneidet. Eine weitere Besucherin war Christel Albrecht an diesem Nachmittag. Sie hatte beispielsweise schöne Exemplare des Riesenschirmpilzes gefunden und konnte die mit Genuss verspeisen. Aber, so Franz: „Manchmal ist auch der Pilzberater ratlos“. Überhaupt dann, wenn er arglose Sammler trifft, die mitteilen: „Ich esse immer alle Pilze und die haben bisher alle gut geschmeckt.“

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