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Sigmaringen „Wegen der Menschen tat er es“

24.09.2010
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Bei der Trauerfeier für den verstorbenen Fürsten hielt Stadtpfarrer Karl-Heinz Berger die Ansprache.

Eine bewegende Traueransprache hielt Stadtpfarrer Karl-Heinz Berger.

Das Sehnen der Menschen nach Verlässlichkeit und dem Bleibendürfen stand im Mittelpunkt der Ansprache, in der man auch eine ganze Menge über den Menschen Friedrich Wilhelm erfahren konnte. Standfestigkeit, Traditionstreue und ein fester Glaube, diese Tugenden hätten den verstorbenen Fürsten ausgezeichnet. Vielleicht sei er kein einfacher Vater gewesen, aber die Söhne Karl-Friedrich (der jetzige Fürst), Albrecht und Ferdinand könnten trotzdem stolz auf ihn sein. Auch deshalb, weil der Verstorbene ein Mensch gewesen sei, dem die Menschen stets wichtig waren. Beim drohenden Konkurs der Hüttenwerke in Laucherthal habe er Besitztümer verkauft und 100 Millionen Mark aus eigenem Vermögen zur Rettung des Unternehmens eingebracht. Warum? „Wegen der Menschen tat er es“, ist sich Berger sicher. Man könne Geld haben, aber man könne es auch für die Menschen einsetzen, betonte der Stadtpfarrer und wies mit einem erhobenen verbalen Zeigefinger auf die Manager, die nur Boni kassierten.

Der Fürst war ein glänzender Skifahrer, liebte Jazz und Geschichte – und war ein Aristokrat. Berger: „Er spürte die Bedeutung der Würde, er war kein Fürst für sich allein.“ Und: „Tief in seinem Innern war er ein barmherziger und demütiger Mensch.“ Und nichts sollte für ihn sein ohne Gott. Ganz gemäß dem Wahlspruch des Fürstenhauses Hohenzollern-Sigmaringen „Nihil sine deo“.

Karlheinz Fahlbusch

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