Mein

Schwenningen Schwenningen trifft es hart

27.07.2012
Schwenningen -  Eine neue Studie zeigt Auswirkungen der Bundeswehrreform auf dem Heuberg.

Über 200 Bürger aus Meßstetten und den Nachbarorten kamen zur Präsentation der Prognosstudie in der Meßstettener Turn- und Festhalle zusammen.  Bild: Steinmüller

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed


Die Gemeinde Schwenningen ist vom Aus für die Garnison in Meßstetten prozentual gesehen ebenso und in Teilbereichen sogar noch erheblich stärker betroffen als die bisherige Garnisonsgemeinde (der SÜDKURIER berichtete). Das ist eine Kernaussage der Prognos-Studie, die am Wochenbeginn in der Meßstettener Turn- und Festhalle der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Rund 200 Bürger aus Meßstetten und den Umlandgemeinden nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Schwenningen trifft es aber noch viel härter, da das Heuberg-Dorf mit seinen knapp 1500 Einwohnern auch von der Schließung der Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen betroffen sein wird, stellte Tobias Koch von der Prognos AG fest. Diese Zahlen sind in den in Meßstetten vorgestellten Werten noch nicht enthalten.

Die Statistikfachleute der Prognos AG sind so vorgegangen, dass sie alle Gemeinden in einem Umkreis von 25 Kilometern um Meßstetten herum untersucht haben. Das sind 67 Kommunen mit insgesamt 342 000 Einwohnern. Lediglich Stetten a.k.M. wurde nicht bewertet, weil die Garnisonsgemeinde als Gewinner der Bundeswehrreform gilt.

Im gesamten Untersuchungsraum leben 888 Soldaten und zivile Mitarbeiter zuzüglich Familienangehörigen. Alleine auf Meßstetten und Schwenningen entfallen mit 377 Bundeswehrangehörigen rund 42 Prozent. Was sich hinter diesem Prozentwert verbirgt, machte Bürgermeister Herbert Bucher im SÜDKURIER-Gespräch deutlich: „In Schwenningen sind 80 Personen betroffen, dazu kommen noch 20 Personen, die von der Sigmaringer Schließung betroffen sind.

“ Bei den Zuweisungen des Landes – im Jahr 2012 waren dies 445 000 Euro – ergäbe der sofortige Abzug der Meßstettener Militärs und der Zivilangehörigen ein Minus von 50 000 Euro. Würden auch die 20 bisherigen Sigmaringer die Gemeinde verlassen, läge das Minus bei insgesamt über 60 000 Euro. Bucher: „Glücklicherweise gibt es auch zahlreiche Beschäftigte, die in den vorzeitigen Ruhestand versetzt werden und die deshalb in Schwenningen wohnen bleiben.“

Negativ schlägt die Schließung der Meßstettener Kaserne auch für Handwerk und Dienstleistung in Schwenningen zu Buche. Von den 3,5 Millionen Euro, die die Armee pro Jahr ausgibt, fließen gemessen am steuerbaren Umsatz pro Jahr fast 234 000 Euro nach Schwenningen. Damit liegt das Heubergdorf, gemessen an seiner Größe, an erster Stelle noch vor Meßstetten und Stetten a.k.M.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2013