Kalter Kaffee
Ich glaube, dass in jeder Zeitungsredaktion der Welt Kaffee gekocht wird. Na ja, was heißt „gekocht“. In der Regel werden es Maschinen sein, die das schwarze Gesöff „brühen“. Und diesen Kaffeeproduktionsvorgang, den kann Mann hören (nebenbei: wenn die Maschine röchelt, dann sollte man sie entkalken, wenn sie keinen Mucks mehr macht, dann ist sie kaputt). Übrigens kann Frau das auch. So auch unsere liebe Kollegin, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass noch eine ganze Thermoskanne voll sei und Mann deshalb nicht schon wieder Kaffee machen müsse. Da hatte sie im Prinzip schon den richtigen Gedankengang. Nur leider hatte sie vergessen, dass bereits andere Damen besagte Thermoskanne bis auf einen winzigen Rest geleert hatten. Und die hatten sich darauf verlassen, dass schon irgendjemand den Koffeinspender wieder auffüllt. So ist das halt. Mein phänomenales Gefühl für volle oder leere Thermoskannen hat mich noch nie verlassen, außer bei Bronchialtee oder solch schrecklichen Dingen. Übrigens: Das hier ist keine Retourkutsche. Ich finde es prima, wenn Frau darauf achtet, dass nicht zuviel Kaffee gemacht wird. Denn schließlich muss man sonst abends den Rest ausschütten. Und das muss wohl wirklich nicht sein. Schwarzer Kaffe soll zwar schön machen, aber das hat Mann ja nicht nötig. Nur nichts übertreiben.
