Mein

Pfullendorf Wenn der Vater mit den Söhnen

24.01.2012


Mit den Klängen ihrer Panflöten haben die Musiker Klaus, Stefan und Mathias Klinger am Samstag-abend das Publikum in der Pfullendorfer Stadtkirche St. Jakobus verzaubert.Klaus Klinger kommt aus Rumänien und hat dort bereits im zarten Alter von vier Jahren seine Liebe zur Musik entdeckt.

Die Panflöte, erklärte er seinem Publikum, sei das „Nationalinstrument in Rumänien“ und er habe eine besondere Vorliebe für dieses Instrument entwickelt. In Rumänien, Trossingen und Hannover absolvierte er seine Musikstudien. Seine Liebe zur Musik sowie die besondere Passion zur Panflöte hat Klaus Klinger an seine beiden Söhne weitergegeben. Vom Vater gefördert lernten die Beiden neben der Panflöte auch das Klavier- und Orgelspiel. Beide absolvierten ihr Musikstudium an der Musikakademie in Göppingen, woran sich ein intensives Studium der Panflöte in Bukarest anschloss. Der ältere Sohn, Mathias Klinger, hat hier bereits im Jahr 2007 seinen Abschluss als Professor der Musik gemacht. Doch all diese Stationen ihres Werdegangs können nicht ausdrücken, mit welch einer Hingabe die drei Männer ihre Instrumente spielen. Vom ersten Ton an nahmen sie die zahlreichen Zuhörer in der St. Jakobus Kirche gefangen. Sie stellten in inspirierender Weise dar, wie facettenreich das Panflötenspiel ist. Das musikalische Spektrum reichte von besinnlich-melancholischen Klängen über tänzerische bis hin zu ausgelassen-fröhlichen Klängen. Im Repertoire der Musiker waren sowohl Lieder, die ausschließlich mit Panflöten gespielt wurden, als auch solche, die durch andere Instrumente – Klavier, Orgel, Gitarre oder Akkordeon – ergänzt wurden, wobei sich die Musiker als wahre Multitalente in Spielen der verschiedensten Instrumente bewiesen.

Weltbekannte Lieder wie „The Rose“ oder „One Moment in Time“ wechselten mit weniger bekanntem Liedgut, das beim Publikum jedoch genauso gut ankam. Es gebe nur wenige Originalkompositionen für Panflöte, erklärte Klaus Klinger, und diese stünden meist mit Rumänien in Verbindung. So auch das Stück „Dans De La Foret“, was übersetzt „Tanz des Waldes“ heißt und aus der Feder eines rumänischen Komponisten stammt. Geheimnisvoll klingt dieses Lied tatsächlich wie ein Lied aus dem Märchenwald. Man fühlt sich hineinversetzt in die zauberhafte Welt dieses Waldes. Und spürt, wenn die Klänge der Orgel und der Panflöte zu einer tänzerischen Melodie wechseln, wie der Wald zu tanzen beginnt.

Genauso sieht der Zuschauer beim Lied „El Condor Pasa“ – „Der Kondor fliegt vorbei“ – den Kondor seine Schwingen ausbreiten und hoch im Himmel seine Runden ziehen. Dieses Stück aus Südamerika ließ den Zuschauer in die unendliche Freiheit des Himmels mitfliegen. Deutlich war zu spüren, dass auch die drei Musiker mit ihrer Musik mitleben und mit den Klängen ihrer Instrumente eine Einheit bilden. Immer wieder huschte ein Lächeln über ihre Lippen – mal verträumt, mal etwas verschmitzt, ganz wie der Charakter des gespielten Liedes. Sie gingen auf in ihrem Spiel, das die Herzen des Publikums berührte. Aus dem Publikum waren immer wieder anerkennende Stimmen zu hören: „Super!“, „Das ist echt spitze!“ oder ein verträumtes: „Das ist einfach schön. “ Nach jedem Lied gab das Publikum begeistert Beifall und wollte die Musiker nach deren letzten Lied nicht einfach gehen lassen. Zweimal gaben die Musiker mit einem erfreuten Strahlen in den Augen der Forderung nach einer Zugabe nach, wobei sie bewiesen, dass die Vielfalt ihres musikalischen Talents noch lange nicht erschöpft war. Mit Klängen, die an muntere, etwas schrilles, Vogelgezwitscher erinnerten, brachten sie das Publikum zum Schmunzeln.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln