Pfullendorf
Üben für die Wildschweinjagd
Pfullendorf -
Mit dem heraufziehenden Herbst beginnt auch in den Wäldern rund um Pfullendorf die Hauptjagdsaison auf Wildschweine. Zur Vorbereitung überprüfen die Jäger ihre Schießkünste in einem Wettbewerb, informiert der stellvertretende Hegeringsleiter Roman Bauer.
Als Vorbereitung auf die anstehenden Wildschweinjagden führen die Jäger vom Hegering Pfullendorf alljährlich das Schießen um den Saupokal durch.
Autor:bauer
Ich habe engen Kontakt zu Sportschützen und deren Meinungen zu den Anforderungen der jagdlichen Schießprüfung sind eindeutig. Es ist eine Sauerei, wie wenig da verlangt wird. Durchnittsschützen erfüllen solche "Anforderungen" mit dem Karabiner oder Vorderlader zu 90 oder 100%, ohne Zielfernrohr und liegend freihändig versteht sich.
Nur Berufskraftfahrer müssen im Abstand von jeweils fünf Jahren eine Weiterbildung im Umfang von 35 Stunden nachweisen. Siehe auch BKrFQG.
Es ist tatsächlich so, daß Sie auch ohne einen von den jeweiligen örtlichen Jägerschaften angebotenen Vorbereitungslehrgänge, die zumeist im Zeitraum von 6 bis 7 Monaten an 1 bis 2 Abenden pro Woche und an den Wochenenden durchgeführt werden, zur Jägerprüfung antreten können. Zusätzlich finden praktische Schießübungen auf den Schießanlagen statt, die den Teilnehmern den sicheren Umgang mit den verschiedenen Waffen vermitteln sollen.
Die Jägerprüfung gliedert sich in die Schießprüfung, die schriftliche Prüfung und die mündlich- praktische Prüfung im Revier. Die Prüfung findet an drei Tagen (ein Prüfungsfach/ Tag) statt.
Die schriftliche Prüfung umfasst:
1. Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere
2. Jagdwaffen und Fanggeräte
3. Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb
4. Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum
5. Jagdrecht und verwandtes Recht
Und dies wollen Sie in 10 Tagen schaffen??
Vor Drückjagden werden von vielen Veranstaltern lediglich alibiartige Besuche eines Schießstandes verlangt. Die Trefferquote in der Praxis ist schwach, viele Fehlschüsse und für das Wild qualvolles Leiden sind die Folge.