Mein

Pfullendorf Üben für die Wildschweinjagd

10.10.2012
Von
Pfullendorf -  Mit dem heraufziehenden Herbst beginnt auch in den Wäldern rund um Pfullendorf die Hauptjagdsaison auf Wildschweine. Zur Vorbereitung überprüfen die Jäger ihre Schießkünste in einem Wettbewerb, informiert der stellvertretende Hegeringsleiter Roman Bauer.

Als Vorbereitung auf die anstehenden Wildschweinjagden führen die Jäger vom Hegering Pfullendorf alljährlich das Schießen um den Saupokal durch.  Autor:bauer

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed
  •  
    @Klaus Hailer
    Von Herbert Brackmaier (443 Beiträge) am 10.10.2012 13:05
    Ich nicht - aber Jagdscheinaspiranten mit wenig Zeit und viel Geld! Googeln Sie mal unter "Jagdschein 10 Tage / 2 Wochen", da werden Sie jede Menge Angebote finden. In den letzten Wochen wurden ein junger Mann und zwei Pferde jeweils mit Wildschweinen "verwechselt" - alle tot. So viel zu sorgfältiger Zielansprache bzw. stabilem Nervenkostüm.

    Ich habe engen Kontakt zu Sportschützen und deren Meinungen zu den Anforderungen der jagdlichen Schießprüfung sind eindeutig. Es ist eine Sauerei, wie wenig da verlangt wird. Durchnittsschützen erfüllen solche "Anforderungen" mit dem Karabiner oder Vorderlader zu 90 oder 100%, ohne Zielfernrohr und liegend freihändig versteht sich.
  •  
    Im übrigen
    Von Klaus Hailer (1291 Beiträge) am 10.10.2012 09:05
    Wer die Führerscheinprüfung bestanden hat, muß seine Eignung auch nicht nachweisen (MPU-Anwärter ausgenommen).
    Nur Berufskraftfahrer müssen im Abstand von jeweils fünf Jahren eine Weiterbildung im Umfang von 35 Stunden nachweisen. Siehe auch BKrFQG.
  •  
    Frage
    Von Klaus Hailer (1291 Beiträge) am 10.10.2012 08:57
    Sehr geehrter Herr Brackmaier,

    Es ist tatsächlich so, daß Sie auch ohne einen von den jeweiligen örtlichen Jägerschaften angebotenen Vorbereitungslehrgänge, die zumeist im Zeitraum von 6 bis 7 Monaten an 1 bis 2 Abenden pro Woche und an den Wochenenden durchgeführt werden, zur Jägerprüfung antreten können. Zusätzlich finden praktische Schießübungen auf den Schießanlagen statt, die den Teilnehmern den sicheren Umgang mit den verschiedenen Waffen vermitteln sollen.

    Die Jägerprüfung gliedert sich in die Schießprüfung, die schriftliche Prüfung und die mündlich- praktische Prüfung im Revier. Die Prüfung findet an drei Tagen (ein Prüfungsfach/ Tag) statt.
    Die schriftliche Prüfung umfasst:

    1. Dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere
    2. Jagdwaffen und Fanggeräte
    3. Naturschutz, Hege und Jagdbetrieb
    4. Behandlung des erlegten Wildes, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum
    5. Jagdrecht und verwandtes Recht

    Und dies wollen Sie in 10 Tagen schaffen??
  •  
    Schlechte Schießausbildung
    Von Herbert Brackmaier (443 Beiträge) am 10.10.2012 07:19
    Solange der Jagdschein inkl.Schießausbildung auch in 10-Tage-Kursen("ohne Vorkenntnisse"!) gemacht werden kann, kann man durchaus von einem staatlich subventionierten Skandal reden. Die Jägerlobby in Politik und Wirtschaft läßt grüßen. Die eigentliche Schießprüfung darf dann im Falle des Scheiterns noch einmal wiederholt werden. Die Bedingungen zum Bestehen sind ohnehin ein Witz: beim Schuß auf die stehende Rehbockscheibe und den Laufenden Keiler/Überläufer reichen 50% Treffer(5 von 10 Schuß) in der tödlichen Zone aus . . . Weiteren regelmäßigen Prüfungen sind Jäger während ihres Jägerlebens nie mehr unterworfen - auch über 80jährige gehen munter weiter ihrem Hobby nach, ohne verbindlichen Gang zum Augenarzt oder Neurologen!

    Vor Drückjagden werden von vielen Veranstaltern lediglich alibiartige Besuche eines Schießstandes verlangt. Die Trefferquote in der Praxis ist schwach, viele Fehlschüsse und für das Wild qualvolles Leiden sind die Folge.
  • Schreiben Sie Ihre Meinung
    Überschrift
    Text


    noch 1000 Zeichen
    Informiert bleiben:
    Bei jedem neuen Beitrag in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung