Mit dem heraufziehenden Herbst beginnt auch in den Wäldern rund um Pfullendorf die Hauptjagdsaison auf Wildschweine. Zur Vorbereitung überprüfen die Jäger ihre Schießkünste in einem Wettbewerb, informiert der stellvertretende Hegeringsleiter Roman Bauer. Den Sommer über vagabundieren die Wildschweine kilometerweit durch die Getreide- und Maisfelder. Dort haben sie reich gedeckten Tisch und in den hochstehenden Pflanzen viele Versteckmöglichkeiten. Außerdem werden grundsätzlich keine Muttertiere gejagt solange sie ihre Jungen aufziehen. Eine Muttersau, in der Jägersprache „Bache“ genannt, bringt im Durchschnitt sieben „Frischlinge“ zur Welt und ohne Bejagung würde sich die Zahl der Wildschweine innerhalb eines Jahres vervierfachen.
Im Herbst, mit dem Abernten der letzten Maisäcker werden die Tiere gezwungen sich tagsüber in die Wälder zurückzuziehen. Auch sind die Jungtiere inzwischen selbständig und die Jäger machen sich jetzt daran ihren Auftrag zu erfüllen, und die stark gewachsene Wildschweinpopulation wieder zu senken. Dazu werden auch großräumige Bewegungsjagden durchgeführt bei denen die Jäger sich über mehrere Reviere verteilen und das Wild mit Treibern und Hunden aus seinen Waldverstecken aufgescheucht wird.
Warnschilder mit dem Aufdruck „Vorsicht Jagd“ am Wegesrand oder Absperrbänder über Waldwegen zeigen an, dass gerade eine Jagd durchgeführt wird. Waldbesucher sollten die markierten Flächen nicht betreten und auf der Straße sollten Autofahrer die Geschwindigkeit drosseln, weil plötzlich Tiere die Straße überqueren können. Als Vorbereitung auf die anstehenden Wildschweinjagden führen die Jäger vom Hegering-Pfullendorf alljährlich das Schießen um den Saupokal durch. Dabei wird mit großkalibrigen Büchsen – wie sie für die Wildschweinjagd gesetzlich vorgeschrieben sind – und unter erschwerten Bedingungen auf verschiedene Wildschweinscheiben geschossen. Das beste Ergebnis erzielte beim diesjährigen internen Vergleichswettkampf Alexander Wetzel aus Illmensee gefolgt von Roman Bauer und Cihan Güven, beide Pfullendorf.
Es ist tatsächlich so, daß Sie auch ohne einen von den ... mehr ...