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Pfullendorf Tatwaffe ist ein Messer oder Schlagwerkzeug

28.09.2012
Pfullendorf -  Fast elf Wochen nach dem gewaltsamen Tod der 64-jährigen Lilly B. aus Pfullendorf wird die ursprünglich aus 30 Kriminalisten bestehende Sonderkommission „Stadion“ in eine siebenköpfige Ermittlungsgruppe übergeführt.

ARCHIV: Eine fünfköpfige Suchgruppe durchkämmte gestern den Uferbereich des Stadtsees auf der Suche nach der Tatwaffe, mit der Lilly B. getötet wurde. Wenn der See komplett abgelassen ist, folgt eine zweite Suchaktion.  Bild: Volk

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Die Auswertung der über 220 Spuren und Hinweise ist nach Angaben der Behörden weit vorangeschritten. 700 Zeugen und Auskunftspersonen seien bisher befragt worden. Nach einem mehrtägigen Einsatz von Mantrailer-Hunden sind weitere Suchmaßnahmen im Bereich der Fuchshalde, im Seepark und im Stadtsee nach möglichen Tatwerkzeugen durchgeführt worden (der SÜDKURIER berichtete mehrfach). Erstmals haben Staatsanwaltschaft und Polizei in ihrer gestrigen Mitteilung auch Details zur Tatwaffe genannt, nachdem wochenlang nur von einem „Tatwerkzeug“ gesprochen wurde. Die Ermittler gehen nun davon aus, dass es sich dabei um ein Messer und ein stumpfes Schlagwerkzeug handelt mit dem die 64-jährige Lilly B. am 15. Juli getötet wurde.

Die Suche im abgelassenen Stadtsee wird mit Metallsuchgeräten fortgesetzt, sobald die verschlammte Sole des Sees abgetrocknet und begehbar ist. „Wir werden Mitte nächster Woche prüfen, ob die Suchaktion fortgesetzt werden kann“, präzisierte Edwin Dobler, Sprecher der Polizeidirektion Sigmaringen, gestern auf Anfrage des SÜDKURIER. Von Seiten der Stadt Pfullendorf werde auch in Betracht gezogen, den Schlamm von einer Spezialfirma absaugen zu lassen. Die Schlammschicht des Gewässers ist bis zu einem Meter dicke. Nach Angaben der Ermittler haben die bisher vorliegenden kriminaltechnischen Untersuchungsergebnisse den Tatverdacht gegen Ehemann der getöteten Lilly B. erhärtet. Der 68-Jähriger befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft und bestreitet die Tat. Nach Informationen des SÜDKURIER beteuert der Mann in mündlicher und schriftlicher Form gegenüber Angehörigen und Freunden immer wieder, dass er seine Frau nicht getötet habe.

Die Aufbereitung der mehrere tausend Seiten umfassenden Ermittlungsakten wird noch einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Klar ist nach Angaben von Polizeisprecher Dobler, dass die Staatsanwaltschaft in jedem Fall Anklage gegen den beschuldigten Ehemann erheben wird. Angesichts des umfangreichen Beweismaterials gebe es allerdings noch keinen exakten Termin für die Anklageerhebung, bittet er um Geduld.

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Mehr zum Thema: Der Fall Lilly B.
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Am Sonntag, 15. Juli, wurde die 64-jährige Lilly B. tot im Unterholz an einer beliebten Joggingstrecke nahe dem Pfullendorfer Stadion gefunden. Halten Sie sich im SÜDKURIER-Themenpaket auf dem Laufenden.

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