Pfullendorf – „Mädchen Sucht Junge“ – ein interaktives „Ding“ ist ein Projekt zur Suchtvorbeugung für Jugendliche ab 13 Jahren. Auf jeweils acht Tafeln sind geschlechtsspezifische Inhalte zu den Themenbereichen Alkohol, Nikotin, PC und Co.
(Medien) sowie Body-cult (Körperwahrnehmung) aufbereitet. In den kommenden Wochen bieten Schulsozialarbeiter in den achten Klassen aller weiterführenden Schulen in Pfullendorf suchtpräventive Angebote an.
Die jungen Menschen setzen sich – nach Jungen und Mädchen getrennt – intensiv mit dem jeweiligen Thema auseinander und werden durch geschulte Multiplikatoren durch die Inhalte der Thementafeln geführt. Sie hinterfragen und diskutieren ihre eigenen Erfahrungen, Einstellungen und Verhaltensmuster. Im Vordergrund steht das Training von Lebenskompetenzen, zum Beispiel im Umgang mit dem Thema „Gruppenzwang“, der eigenen Selbstwirksamkeit im Alltag und im Bereich allgemeiner sozialer Fähigkeiten.
Entwickelt wurde „Mädchen Sucht Junge“ von Mitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft der Beauftragten für Suchtprophylaxe und kommunale Suchtbeauftragte Baden-Württembergs. Dank der Förderung durch das Sozialministeriums konnte das Projekt dieses Jahr inhaltlich ergänzt und in hochwertigen Materialien hergestellt werden. Erhältlich sind die Magnettafeln und Begleitmaterialien seit September auch im Landkreis Sigmaringen kostenfrei bei der kommunalen Suchtbeauftragten des Landratsamtes Sigmaringen, Janine Stark, E-Mail janine.stark@ju-max.de.
Die erste Station hat „Mädchen Sucht Junge“ in der Stadt Pfullendorf als Teil der Suchtpräventionswoche von 15 bis 19. November, die vom Kinder- und Jugendbüro Pfullendorf in Kooperation mit den Fachstellen des Landkreises (Suchtberatungsstelle, Landratsamt, Kinder- und Jugendagentur) organisiert wird. Die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros in Pfullendorf, in der Trägerschaft des Kinderheims Haus Nazareth, wurden als Multiplikatoren in der Durchführung des Angebotes von Janine Stark geschult.