Der verkaufsoffene Sonntag fällt im Herbst immer in die Frederickwoche, dem landesweiten Literatur-Lesefest, und so bringt sich die Stadtbücherei schon seit Jahren mit dem Tag der offenen Tür ins Geschehen ein.
Der traditionelle Medien-Flohmarkt ist für viele ein fester Termin im Kalender. „Die besten Schnäppchen macht, wer gleich um 13 Uhr kommt“, weiß Büchereileiterin Martina Feldt zu berichten. So war es nicht verwunderlich, dass am gestrigen Sonntag schon in der ersten halben Stunde nach Öffnung reger Andrang im Untergeschoss der Steinscheuer herrschte. Dort stapelten sich die ausgesonderten Bücher, CDs und DVDs der Bücherei sowie jede Menge Bücherspenden der Bevölkerung.
„Es waren wohl um die 2000 Medien. In diesem Herbst haben wir den Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendliteratur gelegt“, stellte die Büchereileiterin fest. Schon ab 50 Cent konnte man Lesefutter finden. Nicht wenige nahmen einen ganzen Arm voll Bücher mit nach Hause. Von den Einnahmen wird die Bücherei neue Literatur anschaffen, so dass die Bestände nie veraltet sind, teilte die Leiterin der Bücherei mit. „Den Flohmarkt lassen wir noch etwa zehn Tage laufen, man kann also zu den normalen Öffnungszeiten noch das ein oder andere Schnäppchen bei uns ergattern“, kündigte Feldt weiter an.
Für die Catering-Crew der Kasimir-Walchner Schule ist die Bücherei kein Neuland. Die Schüler haben dort in der Vergangenheit schon oft bedient, so auch gestern. Das Buffet sah wieder sehr einladend aus und die Besucher ließen sich die Kuchen der Schüler sichtlich munden. Diesmal waren auch vor der Bücherei ein paar Tische und Stühle aufgebaut, so dass die Besucher des Medien-Flohmarkts im Anschluss bei einer Tasse Kaffee und am besten gleich mit einem frisch erstandenen Buch die Oktobersonne genießen konnten.
Die Kinder hatten derweil ihren Spaß mit Paul vom Theater Tiefflieger. Er zeigte nicht nur aberwitzige Jonglierkunst, sondern erteilte den jungen Zuschauern zudem auch noch Unterricht in „Klatschologie“.
