Seit dem gewaltsamen Tod der Pfullendorferin haben die Beamten inzwischen 650 Personen befragt, wie die Staatsanwaltschaft Hechingen und die Polizeidirektion Sigmaringen gemeinsam mitteilen. 200 Hinweise und Spuren sind in Bearbeitung. Verschiedene kriminaltechnische Untersuchungen sind noch im Gange. Die Ermittler gehen weiterhin von einer Beziehungstat aus. Der tatverdächtige Ehemann der Getöteten befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.
Im Zuge der Ermittlungen zum Bereich des engeren und weiteren Tatorts und zum persönlichen Umfeld des Opfers werden nach wie vor Personen gesucht, die sich am Sonntag, 15. Juli, dem Tag des Verbrechens, zwischen 7 und 15 Uhr in der „Fuchshalde“ aufgehalten haben. Zwar hat sich ein großer Teil dieses Personenkreises bereits gemeldet und konnte Hinweise auf weitere Personen geben. Von diesen konnten einige wenige noch nicht identifiziert werden. Auch wer keine auffälligen Wahrnehmungen gemacht hat, in der fraglichen Zeit aber in der „Fuchshalde“ war, kann zur weiteren Aufklärungen beitragen und sollte sich mit der Polizei in Verbindung setzen.
Unter anderem wurde gegen 10 Uhr im Bereich des Bolzplatzes ein noch unbekanntes Paar mit einem Hund gesehen. Beide Personen waren etwa 25 bis 35 Jahre alt. Der Mann hatte eine dunkle Kurzhaarfrisur und trug eine ärmellose Daunenjacke. Die Frau hatte blonde, halblange Haare. Bei dem an der Leine geführten Hund dürfte es sich um einen Rottweiler oder einen ähnlichen Hund gehandelt haben.
Weiterhin von Interesse ist, wer zum Umfeld von Lilly B. Hinweise geben kann, von der Polizei bisher aber noch nicht befragt wurde. Das Hinweistelefon ist weiterhin unter der Rufnummer 0 75 71 / 10 44 81 geschaltet.
Am Sonntag, 15. Juli, wurde die 64-jährige Lilly B. tot im Unterholz an einer beliebten Joggingstrecke nahe dem Pfullendorfer Stadion gefunden. Halten Sie sich im SÜDKURIER-Themenpaket auf dem Laufenden.
