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Pfullendorf Rauchverbot: Wie beerdigt man eine Kneipe?

10.05.2008
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Das Rauchverbot und seine Konsequenzen machen langsam auch Wirtinnen und Wirte krank

Jetzt soll es sogar schon Kneipenfriedhöfe geben! Wo die wohl sind? Wie beerdigt man denn Kneipen? Wieso sterben die überhaupt? Weil dort nicht mehr geraucht werden darf! Das stellt die These, dass Rauchen ungesund sei, völlig auf den Kopf.

"Wer raucht, schädigt damit sich und seine Umwelt in erheblichem Maße", hab ich auf einer Zigarettenpackung gelesen. Das ist Humbug. Zumindest, soweit es Kneipen betrifft. Bei denen ist das umgekehrt. Wenn dort nicht geraucht wird, sterben sie!

Bei uns in Pfullendorf sind, soweit mir bekannt ist, noch alle Kneipen bei guter Gesundheit.

Das Kneipensterben kann nicht am Nichtraucherschutzgesetz liegen, das muss andere Ursachen haben. Man geht ja nicht bloß wegen der Raucherei in ein Gasthaus, sondern auch wegen anderer Annehmlichkeiten. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass Raucher ziemlich herumzicken können, wenn ihnen jemand ihr Laster madig machen will. "Wenn ich im Gasthaus nicht rauchen darf, dann geh ich nicht hin", tönt es aus ihren bockigen Reihen. Und schon haben die Gastwirte den Schlamassel. Die dürfen sich jetzt ziemlich verbiegen, um es sich einerseits mit dem Gesetz und andererseits mit den Rauchern nicht zu verderben.

Raucher schaffen offensichtlich nicht nur, Gaststätten über die Klinge springen zu lassen, sie schaffen auch ganz locker, Diskussions- oder Unterhaltungsrunden lahm zu legen. Fällt nur einem einzigen ganz plötzlich und aus heiterem Himmel ein, jetzt sofort eine Zigarette rauchen zu müssen, marschiert er schnurstracks da hin, wo er das darf - die restlichen Raucher, die eben noch nicht wussten, dass sie auch eine brauchen, hinter ihm her. Zurück bleibt der konsternierte Rest. Diskussion - Unterhaltung - Stimmung - alles im Eimer! Wegen einer Zigarette! Inhaliert, exhaliert, gehustet, Lungen geteert, Luft verpestet, Geld in Rauch umgewandelt und, als Beigabe, die mit nichts zu vergleichenden Küsse mit Rauchgeschmack.

Des Rauchers Leben ist ungleich gefährlicher als das des Nichtrauchers. Es hängt an einem seidenen Faden, wenn es mit dem Glimmstängel von der Örtlichkeit her nicht so passt. Er muss seinem Bedürfnis nach Zigaretten zu jeder Zeit nachkommen können, das ist für ihn zwingend notwendig. Sonst wird er rappelig und unberechenbar. Von untergeordneter Bedeutung sind in diesem Moment Gesetze, welche die Gesundheit ihrer Mitmenschen schützen sollen und des Gastwirts Sorgen, wie er den Spagat zwischen den Kontrahenten "Gesetz gegen Raucher" hinbekommt. Manche Wirte schaffen den Spagat nicht. Ich glaube, daher kommt das mit diesen Kneipenfriedhöfen.

"Ex-Raucher sind die Allerschlimmsten, wenn es ums Rauchen geht", wird von aktiven Rauchern behauptet. Ich bin Ex-Raucher. Deshalb werden Sie von mir nie auch nur das leiseste Wörtchen gegen Raucher hören oder lesen!

Langweilich...!
Von unbekannt
hm, dieser pseudo-sarkasmus ist nun dann mal auch nicht mehr sehr spannend und auch kaum ...
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