Pfullendorf -
Bei Kaiserwetter kamen viele Besucher in die Pfullendorfer Innenstadt zum verkaufsoffenen Sonntag. Bei dem bunten Rahmenprogramm musste dabei nicht einmal die Geldbörse gezückt werden.
Am gestrigen verkaufsoffenen Sonntag herrschte in der Pfullendorfer Innenstadt Hochbetrieb. Viele Besucher nutzen das schöne Wetter, zum Einkaufen, sich Treffen und zum Schauen.
Bild: Kirsten Johanson
Die Frauen von „Jede Masche zählt“ sorgen für ungewohnte Ansichten
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Die Mitglieder des Gesangsvereins sorgen in der Heiligenberger Straße für die musikalische Unterhaltung der Innenstadtbesucher.
Susanne Hackenbracht von der Kinder- und Jugendkunstschule verteilt die bemalten Sperrholzplatten, aus denen ein Kunstwerk zusammengesteckt werden soll.
Nach dem letzten verkaufsoffenen Sonntag im April war gestern in Pfullendorf wieder sonntägliches Einkaufen geboten. Der Hochnebel hatte sich bis zum Mittag verdünnisiert und die Sonne strahlte vom Himmel, als sich ab 13 Uhr die Innenstadt zusehends füllte. Bald herrschte dichtes Gedränge. Viele Besucher nutzten das schöne Wetter, um sich durch die Gassen der Stadt und in die Geschäfte treiben zu lassen.
Nicht wenige kamen mit gut gefüllten Einkaufstaschen wieder aus den Geschäften der Innenstadt heraus, denn trotz der gestrigen warmen Temperatur: die Zeit der gefütterten Winterstiefel, der Skihandschuhe und der Daunenjacken wird schon bald kommen. Besonders gut kamen am gestrigen Sonntag getöpferte Kürbis-Windlichter an, die den Geschmack der Besucher tragen, denn Halloween steht vor der Tür. Auch herbstliche Gestecke wurden gerne gekauft.
Vor den Cafés und Gaststätten in der Stadt waren die Plätze heiß begehrt. Am 21. Oktober genüsslich einen Eisbecher zu löffeln, das hatte gestern einen besonderen Reiz. Andere Innenstadt-Besucher probierten Falafel, naschten Zuckerwatte oder stimmten sich schon mal mit einer Roten auf die heutige Kirbemarktwurst ein.
Dass der Tag über das Einkaufen hinaus für die ganze Familie attraktiv war, lag nicht zuletzt am bunten Rahmenprogramm. Für vieles mussten die Besucher noch nicht mal die Geldbörse zücken. Umsonst und draußen spielte beispielsweise die Blasmusikkapelle aus Lautenbach in gewohnt guter Laune. Wer schon immer mal einen Hufbeschlag aus nächster Nähe sehen wollte, konnte dem Aach-Linzer Hufschmied Harald Gröner über die Schulter schauen. Handwerkliches nach alter Väter Sitte gab es auch in der Unteren Hauptstraße zu sehen. Dort wurden Körbe geflochten und Schindeln geschnitzt.
In der Heiligenberger Straße gab es am Nachmittag mehr „Stop“ als „Go“: Dort sorgte der Gesangverein dafür, dass die Fußgänger das Gehen einstellten, um den schönen Liedern zu lauschen.
Gut kam der Kunsthandwerkermarkt an, denn hier gab es am laufenden Meter etwas zu entdecken. Filzschuhe, duftende Seifen, geschnitzte Edelweiß. Wer abseits des Stroms ein ruhiges Plätzchen suchte, wurde ebenfalls fündig. Die Stadtkirche war ein solcher Ruhepol. Die Bäume im Kirchgarten trugen Herbstlaub, doch auf der Wiese war der Frühling ausgebrochen: rund um die Pilgerfigur steckten unzählige weiße Wollblumen im Gras. Dafür hatten die Frauen von „Jede Masche zählt“ gesorgt, dem Strickprojekt der Bürgerarbeit. Sie hatten auch die Sitzflächen von Bänken bestrickt und den Marktbrunnen in ein Aquarium mit Wollfischen verwandelt. Vor allem der Rathausbalkon mit gestricktem Stadtwappen bot einen tollen Anblick für die Besucher des gestrigen verkaufsoffenen Sonntags in Pfullendorf.