„Das war eines der drei besten Camps seit unserem Bestehen“, ist sich Felix Hug mit der Leiterrunde seiner BdP Pfadfinder vom Stamm Schwarzer Panter einig. Auf eine Sache im Stammescamp im österreichischen Pullendorf hätten die Teilnehmer allerdings verzichten können: die schweren Unwetter. Einmal musste das Camp gegen 1.30 Uhr morgens sogar evakuiert werden, heißt es in einer Mitteilung.
Nach elfstündiger Anreise galt es in den nächsten zwei Tagen für den Vortrupp, die Zelte aufzubauen. Als dann die Kinder spät abends am Lagerplatz ankamen, begann dann unter dem Lagermotto „Zigeunerleben“ das Lagerleben. Gemeinsam mit den Pfadfindern aus Pullendorf fand eine Stadtralley im 3000 Einwohner zählenden Städtchen statt. In den nächsten zwei Tagen lebten die Scouts in entsprechenden Verkleidung als Zigeuner in ihrem Camp mit allem, was dazugehörte. In ihrem „Zigeunerdorf“ wurde so einiges geboten. Neben Tageslöhnern gab es auch Krämer und Höker, eine Artistenfamilie und eine Manufaktur. Da es an diesem Tage vom Küchenteam nichts zum Essen gab, war die Zigeunerfamilie mit ihrer Feuerstelle wohl die Wichtigste – Sie kochte auf offener Flamme für alle Flammkuchen. Höhepunkt war für alle die große Pfadfinderversprechensfeier. „Ich will ein guter Freund sein und unsere Regeln achten.“, so begann für die Kleinsten, die Wölflinge, das Pfadfinderversprechen. Für die Kinder ab elf Jahren begann das Versprechen mit dem Satz: „Ich verspreche zu versuchen, gemeinsam mit euch nach den Regeln der Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu leben, so wahr mir Gott helfe.“ Im Anschluss wurde mit einem großem Buffet das Pfadfinderfest bis spät in die Nacht gefeiert.
Ein Tagesausflug nach Wien rundete das große Sommercamp ab. In der Reflexion im letzten Lagertag waren alle mit dem Camp sehr zufrieden, heißt es in der Mitteilung. Ob Lagerprogramm, die spontanen Freibadbesuche, die Zusammenarbeit mit den österreichischen Pfadfindern, die Unterstützung durch die Feuerwehr aus Pullendorf: Alles war nach dem Geschmack der Lagerteilnehmer - nur eben die Gewitter hätten nicht sein müssen.
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