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Pfullendorf Mit kleinen Fahrzeugen die Welt entdecken

12.05.2012
Pfullendorf -  Liebhaber der italienischen "Ape" treffen sich drei Tage lang im Seepark.

Aus Oberbayern ist das Ehepaar Inge und Werner Cüsters zum Ape-Treffen angereist. Anni und Rudi Duffner (von links) aus Otterswang hatten mit ihrem Gefährt einen kürzeren Anfahrtsweg.  Bild: volk

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Fast drei PS hat der rote Flitzer von Inge Cüsters unter der Haube, erschwerend kommt hinzu, dass das Fahrzeug nur drei Räder hat. Sie hat ihr Gefährt derzeit an der Wiese beim Seepark abgestellt, denn gemeinsam mit ihrem Ehemann Werner, der selbstredend auch ein rotes Kleinauto hat, nimmt sie am 6. Ape-Treffen statt, das an diesem Wochenende in Pfullendorf stattfindet. Die kleinen bunten Lieferwagen mit den drei Rädern? „Ape“, zu deutsch „Biene“ und sind heutzutage vornehmlich in südlichen Ländern anzutreffen. Die Kleintransporter sind ein typisches „Nachkriegskind“ und werden seit 1947 als „Vespa mit Ladefläche“ von dem italienischen Hersteller Piaggio gebaut. Aber auch in Deutschland kommen immer mehr auf den Ape-Geschmack, so wie das Ehepaar Anni und Werner Duffner aus Otterswang. „Als ich mit meinem Gefährt ankam, hat meine Frau noch etwas skeptisch geschaut und jetzt fährt sie selbst“, erinnert sich Duffner, der seit vielen Jahrzehnten berufsmäßig einen 40-Tonner fährt. Tatsächlich gibt es viele Bus- oder Lastwagenfahrer, die in ihrer Freizeit das kleine Gefährt quasi als Ausgleich nutzen.

Dass die motorisierten „Bienen“ an diesem Wochenende am Seepark brummen, ist dem Ape stammtisch Organisator Thomas Beck zu verdanken. Wie kam er auf die Idee mit den Apes? „Ganz einfach, ich war schon immer ein Vespa-Fan“, berichtet er, „und irgendwann habe ich eben ein Auge auf die Ape geworfen“. Fing es beim ersten Ape-Treffen vor vier Jahren noch mit fünf Fahrzeugen an, so steigerte sich die Zahl auf 32 Apes, die auch aus Bayern, aus Mannheim und sogar aus dem Saarland angerollt kamen. Alle möglichen Aktivitäten finden bei einem solchen Treffen statt, so Thomas Beck: „Sogar Rampe-Fahrten mit Prämierung!“ Doch an erster Stelle steht natürlich die Ausfahrt in unsere schöne Landschaft. Die kleinste Ape, der „graue Blitz“, hat ganze drei Pferdestärken und fährt mit einem Moped-Kennzeichen bis zu 37 Kilometer in der Stunde. Dagegen hat die Ape TM bereits elf PS und fährt sagenhafte 60 Kilometer pro Stunde. Seit drei Jahren gibt es auch eine mit vielen technischen Raffinessen ausgestattete Diesel-Ape.

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