Einblicke in die moderne IT- und Dienstleistungsgesellschaft erhielten die Besucher bei der Präsentation von Unternehmen im Technologie- und Innovationszentrum (TIP), die ihr Angebotsportfolio vorstellten. Das Publikumsinteresse war auch wetterbedingt etwas dürftig.
Pfullendorf - "Wir machen Lösungen", verspricht Marion Stöckle, die im Oktober 2007 mit ihrer Firma "3-D-Management" ins TIP einzog und digitales Dokumentenmanagement anbietet. Dazu gehören ein Scandienst mit einem ultraschnellen Gerät, der bis zu 120 Seiten minütlich einscannt, die Archivierung mit modernster Software bis zur Installation und Wartung der betriebseigenen Systeme. So werden die Zuordnung von Arbeitsvorgängen optimiert, Mehrfacharbeiten vermieden, abteilungsübergreifende Zugriffsmöglichkeiten auf Datensätze ermöglicht und langwierige Suchvorgänge nach Dokumenten vermieden. Vermögensberaterin Martina Sander sieht das Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Finanzwirtschaft im ländlichen Raum durch die aktuelle Bankenkrise nicht berührt. Sie erinnert an einen Grundsatz im Finanzgewerbe, dass höhere Zinsen stets mit höherem Risiko einhergehen. Ulrike Krebs unterstützt mit ihrem "Projektbüro HCM" Unternehmen bei der Personalentwicklungsplanung. Dazu gehören Karriereplanung, Erstellung von Kompetenzprofilen bis zur Tätigkeit als "Trendscout", der arbeitsmarktrelevante Entwicklungen frühzeitig erkennt. "Es geht darum das Wissen, Know-how, die Stärken der Mitarbeiter für das Unternehmen einzusetzen", definiert sie als Ziele.
"Arbeitsgruppe Energie und Betriebswirtschaft" nennt sich das fünfköpfige Team von Thomas Uttenweiler, das sanierungs- und renovierungsinteressierten Bauherren bei energiesparenden Maßnahmen berät, betreut und Projekte durch den eigenen Architekten auch planen kann. "Die erstmalige Vorortberatung ist kostenlos und es werden die Echtkosten ermittelt", weist Uttenweiler daraufhin, dass zur Dienstleistung auch die Beratung bezüglich der staatlichen Förderprogramme gehört. Mehrere regionale Handwerksbetriebe kooperieren mit der "Energieberatung", so wie die Firma Jäger aus Pfullendorf, an deren Stand Markus Fischer über die Sparpotentiale von Fenstern informierte, die bis zu sieben Prozent betragen können. Firmenchef Wolfgang Utz vom gleichnamigen Maler- und Stukkateurbetrieb stand den Besuchern selbst Rede und Antwort. Er beschäftigt derzeit neun Mitarbeiter und ist der Auftragslage zufrieden, wie er gegenüber dem SÜDKURIER erklärte. Auch Brigitte und Wolfgang Bischoffberger vom gleichnamigen Bauunternehmen können sich nicht über Auftragsmangel beklagen, auch beim Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern. "Wir hatten schon einige informative Gespräche", zog das Ehepaar ein positives Fazit über die sechsstündige Informationsveranstaltung im TIP. Rita Hafner-Degner vom Regionalbüro für berufliche Fortbildung informierte Eltern und ihre Kinder über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. "Es gibt in der Region durchaus noch freie Lehrstellen", macht sie unversorgten Bewerben Mut, sich weiter umzusehen. Für die nächsten Jahre erwartet sie steigende Bewerberzahlen, auch weil durch das achtjährige Gymnasium zwei Jahrgänge gleichzeitig auf den Arbeits- und Lehrstellen strömen.
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