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Pfullendorf Gymnasiastin startet ins Abenteuer

13.08.2012
Pfullendorf -  Maalen Riebsamen geht zehn Monate nach Ostafrika. Die 18-Jährige macht Freiwilligendienst in einem Orden.

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Die 18-jährige Maalen Riebsamen wird im September für knapp ein Jahr ihre Heimat verlassen und in der größten Stadt Tansanias, Daressalam, leben und einen Freiwilligendienst leisten. Die Schülerin, die dieses Jahr ihr Abitur am Staufer-Gymnasium in Pfullendorf abgeschlossen hat, freut sich schon jetzt auf diese Erfahrung in einer neuen Kultur. Dort wird die in Schwäblishausen wohnhafte Schülerin zusammen mit indischen Nonnen einer Ordensgemeinschaft leben und arbeiten. Als Freiwillige wird sie sich an Kampagnen und Schulungen zur Sensibilisierung des Themas Kinderrechte beteiligen und sich in den Bereichen Sport, Freizeitgestaltung und Hausaufgabenbetreuung engagieren.

Soziale Tätigkeiten sind für die 18-jährigenichts Neues. Sie gehört einer Ministrantengemeinschaft an, leitet eigenständig eine Kinderturngruppe und leitete ein Jahr den Förderunterricht im Fach Französisch. Diesen Schritt wird sie nun wagen, weil sie die Welt aus einem anderen Blickwinkel erfahren will, weil sie an der Aufgabe wachsen will Respekt und Toleranz gegenüber Menschen mit kulturellem Hintergrund zu fördern, unabhängig von Sprache und Hautfarbe. Menschen zu unterstützen, die nicht wie sie in einem Industrieland aufgewachsen sind, ist eines ihrer Ziele für diese Reise. Ein weiterer Grund für diesen Schritt ist aber auch die Suche nach der eigenen Identität. Sie erhofft sich in diesen zehn Monaten herauszufinden, was sie prägt und wer sie wirklich ist. Sie möchte an dieser Erfahrung wachsen, neue Denkanstöße gewinnen, sich selbst und andere besser kennen lernen. Darüber hinaus wird ihr das Jahr in einem andern Teil der Welt helfen, sich über ihre weitere Zukunft Gedanken zu machen.

Sie würde später gerne Kulturwissenschaften oder Lehramt studieren, und die Arbeit mit anderen Menschen und Kindern würde ihr nicht nur eine Menge Freude bereiten, sondern auch etwas mehr Klarheit beim Finden ihres weiteren Lebensweges verschaffen. Sie hat sich für dieses Projekt entschieden, da sie es für wichtig hält, ein Verständnis zu Menschen unterschiedlichster Kulturen und Hautfarben aufzubauen, das durch Offenheit, Respekt und Toleranz geprägt sein sollte. Ermöglicht wird Maleen Riebsamen dieser Auslandsaufenthalt durch das Programm „Weltwärts“. Dies ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst und ermöglicht Jugendlichen zwischen 18 und 28 Jahren, mit finanzieller Unterstützung sich für sechs bis 24 Monate ehrenamtlich in Entwicklungsländern zu engagieren. „Weltwärts“ unterstützt das Engangement der Jugendlichen mit verschiedenen Partnern. Maleen Riebsamen wird an dem Projekt Misereor teilnehmen. Misereor bietet die Möglichkeit zehn bis zwölf Monate bei einer erfahrenen Partnerorganisation den Freiwilligendienst zu leisten. Die Einsatzplätze umfassen die Bereiche Bildung, Gesundheit, Soziales, Umwelt- und Ressourcenschutz, Kultur und Sport, Menschenrechte und Frieden. Außerdem ist Misereor das Hilfswerk der deutschen Katholiken für die Armen in den Ländern des Südens. Es tritt für die Schwachen und Benachteiligten ein – ungeachtet ihrer Religion, Herkunft, Hautfarbe und ihres Geschlechts.

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