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23.07.2012  |  von Hermann-Peter Steinmüller  |  0 Kommentare

Pfullendorf Fußballgolf macht bei jedem Wetter Spaß

Pfullendorf -  Jede Menge Spaß beim Promiturnier zur offiziellen Inbetriebnahme der neuen Anlage. Sechs SÜDKURIER-Leser kämpften im Seepark mit Daniel Schuhmacher & Co. um Punkte

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„Kann man Fußballgolf auch bei Sonnenschein spielen?“ Diese natürlich scherzhaft gemeinte Frage kam am Samstag am Rande des Promi-Turniers auf, mit dem die 30 000 Quadratmeter große Fußballgolfanlage beim Seepark eröffnet wurde. Gerade eben hatte ein plötzlicher und prasselnder Regenschauer Spieler und Zuschauer zur Massenflucht unter die eigentlich als Sonnenschirme aufgestellten Schattenspender veranlasst. Kurze Zeit später gab auch Daniel Schuhmacher, einer der 18 Promis, seinen Widerstand auf. Er wollte zunächst in einen Plastikregenumhang gehüllt den Regentropfen widerstehen. Nach fast drei Stunden war die Antwort für jeden klar – man kann Fußballgolf bei jedem Wetter spielen, es macht jedem Spaß, es wird viel gelacht. Nur ungeduldig werden, das sollte man nicht. Mancher der Promis musste erleben, dass Fußbälle offenbar ihren eigenen Kopf haben. Das Einlochen mit einem Fußball kann ebenso schwierig sein wie das Einlochen mit einem normalen Golfball.

Was ist Fußballgolf? Im Prinzip genau das Gleiche wie Minigolf, nur eben entsprechend größer und mit einem richtigen Fußball. Die neue Anlage liegt direkt neben dem Abenteuer-Golfplatz. Beide Einrichtungen wurden und werden von der „Werkstättle gemeinnützige GmbH“ gebaut und unterhalten. Offiziell in Betrieb genommen wurde die Anlage mit einem Promi-Turnier zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Zusammen mit den 18 Prominenten gingen jeweils sechs Teilnehmer an den Start, die vom Werkstättle gestellt wurden oder die Preisausschreiben der Seewoche und des SÜDKURIER gewonnen hatten.

Rüdiger Semet vom Vorstand des Werkstättle meinte in seiner Begrüßungsrede zum Sinn und Zweck der neuen Anlage, dass auf der einen Seite natürlich der Spaß für die Besucher stehe. Als Beispiele nannte Semet den sich drehenden Riesenfußball, die „außergewöhnlich große“ Torwand oder das Radarmessgerät mit einigen Geräuschen. Semet: „Mit der Fußballgolfanlage wollte die Werkstättle gemeinnützige GmbH neue Arbeitsplätze für Menschen schaffen, die schon lange arbeitslos sind.“ Gleichzeitig, so wertete Semet, werde der Seepark und die gesamte Ferienregion Nördlicher Bodensee aufgewertet.

Der Bau der Anlage war für die gemeinnützige Einrichtung auch ein finanzieller Kraftakt. Nur durch die Unterstützung vieler Betriebe, Behörden und privater Spender (Semet nannte besonders Gisela Franke und Eva und Uli Leibbrandt), sowie der beiden Kirchengemeinden konnte die Anlage mit einem Kassenpavillon im Wert von einer knappen halben Million Euro geschaffen werden. Das Werkstättle selbst steuerte neben einem 75 000-Euro-Darlehen die eigenen Arbeitsleistungen in der einjährigen Bauzeit bei. Eine sehr wichtige Rolle bei der Sponsorensuche habe Projektpate Markus Baur, Handballweltmeister von 2007, gespielt.

Zu den Helfern des Tages gehörten auch 17 Jungen und Mädchen von der D-Jugend des HSG Mimmenhausen-Mühlhofen, die den Promis und ihren weniger prominenten Teampartnern als Caddys zur Seite standen. Für tolle Stimmung am Spielfeldrand sorgten die fünf Musiker der „Maxi-Gaudi-Mini-Bänd“ aus Aulendorf. Allen Regengüssen zum Trotz tauchten sie immer wieder an verschiedenen Stellen auf und sorgten mit heiteren Jazzklängen für noch bessere Laune. Schlechte Laune hatte ohnehin keiner, das fröhliche Lachen beispielsweise von TV-Moderatorin Shary Reevs zählte zu den Markenzeichen des Tages.

Doch zurück zu Daniel Schuhmacher. Zu seinem sportlichen Auftritt waren rund 40 Fans aus der gesamten Bundesrepublik nach Pfullendorf gekommen. Dazu gehörte die Hamburgerin Mona Brendel. Sie hatte federführend neben dem CD-Verkauf die Spendenaktion des Fanclubs für die DKMS organisiert.

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