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Pfullendorf Flairhotel "Adler" in Pfullendorf steht zum Verkauf

Rund 1,95 Millionen Euro würde der Gebäudekomplex des Flairhotels "Adler" in der Heiligenberger Straße kosten. Ohne Zeitdruck sucht das Betreiberehepaar Bernadette und Willi Nusser nach einem Käufer oder einem Pächter. Der Gastro- und Hotelbetrieb läuft weiter.

Seit vergangener Woche sucht das Ehepaar Bernadette und Willi Nusser für ihr Flairhotel Adler einen Käufer. Für den Gebäudekomplex in der Heiligenberger Straße ist ein Preis von 1,95 Millionen Euro fixiert. Optional kann neben dem Verkaufsobjekt auch die Hotelerie im Nebengebäude mit 21 Zimmern und 40 Betten gepachtet oder gekauft werden. "Der Adler wird nicht geschlossen, sondern der Betrieb im Gastro- und Hotelbereich läuft weiter", erklärte Bernadette Nusser gestern auf Anfrage des SÜDKURIER deutlich, dass man sich bei der Suche nach einem Nachfolger kein zeitliches Limit gesetzt hat.

Jetzt hofft das Ehepaar, dass potenzielle Käufer oder Pächter auf das Business Hotel samt seinen Gastronomieangeboten wie den Spiegelsaal und den Felsenkeller aufmerksam werden. Zusätzlich befindet sich im Gebäude eine 120 Quadratmeter große Betreiberwohnung sowie eine 60 Quadratmeter große Panoramawohnung. "Damit der Betrieb, wie in den letzten Jahrzehnten weiterhin erfolgreich geführt werden kann, gewähren wir gerne Einblick in die Wirtschaftsdaten und stehen für weitere Informationen und Pläne zur Verfügung", erklärt das Ehepaar Nusser, dass neben dem Verkauf auch ein Finanzierungsmodell auf der Basis einer Erbpacht vorstellbar sei. Denn für die Beiden sind diese Einnahmen gleichbedeutend mit ihrer Altersversorgung. Nachdem endgültig klar war, dass ihre beiden Kinder nicht als Übernehmer zur Verfügung stehen, habe man sich für die Nachfolgesuche entschieden. "Wir werden auch nicht jünger", weist Bernadette Nusser auf den enormen Arbeitseinsatz hin, der in der Gastronomiebranche notwendig ist.

"Natürlich hat unsere Entscheidung mit diesen Entwicklungen zu tun", antwortet sie auf die Frage, inwieweit die Investorenpläne, auf dem ZG-Gelände einen Hotelneubau mit 120 Betten zu errichten, mit ihren Verkaufsabsichten zu tun haben. "Setzt uns nicht auf die Straße!" Mit diesem Appell hatten im März 2016 die Belegschaft mit der Betreiberfamilie spektakulär auf ihre Existenzängste aufmerksam gemacht, ausgelöst durch die öffentlich gemachten Pläne. Der Hotelbau wird gemeinsam mit der Sanierung sowie Um- und Anbauten des Bahnhofsgebäudes verwirklicht.

"Der Hotelmarkt in Pfullendorf ist industrielastig, mit stark steigendem Anteil privater Gäste und Urlaubern", informieren die Betreibe potentielle Interessenten über die vielfältigen Freizeitangebote direkt am Stadtrand mit dem Seepark Linzgau mit Wasserskipark, Abenteuer-Golf, Fußball-Golf, Strandbad, Tauchzentrum, Spielplätze und Wanderwege. "Wir sind wirklich nicht im Zeitdruck, arbeiten weiter und hoffen, dass sich ein Käufer oder Pächter meldet", ergänzt Bernadette Nusser, dass im Kaufpreis von 1,95 Millionen Euro nur das Hauptgebäude enthalten ist, nicht aber die Räumlichkeiten im Nebengebäude. Die Mitarbeiter des Traditionsunternehmens sind nach ihren Angaben über die Verkaufsabsichten informiert und die aktuell 50 beschäftigten Frauen und Männer hoffen natürlich auch, dass ein tatkräftiger Betreiber wieder mit Vollgas durchstartet.


Objektbeschreibung

Die Gesamtfläche des Objekts inklusive Außenfläche beträgt nach Angaben des Maklers 2731 Quadratmeter. Davon sind 735 Quadratmeter Außenfläche, die ebenfalls bebaubar wäre. Neben dem Verkaufsobjekt sind zusätzlich 21 Zimmer mit 40 Betten im Nebengebäude gepachtet (Erwerb optional zusätzlich möglich). Somit stehen insgesamt 90 Betten zur Verfügung. Für die Gastronomie steht ein Restaurant mit 70 Plätzen, der Gewölbekeller mit 150 Sitzplätzen und der Spiegelsaal mit 80 Sitzplätze zur Verfügung.

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