Von Mittwoch bis Freitag vergangener Woche setzten die Ermittler im Raum Pfullendorf speziell ausgebildete Spürhunde, sogenannte Mantrailer-Hunde, ein. Diese Hunde sind in der Lage, anhand von Geruchsspuren den Weg von Personen nachzugehen, auch wenn zwischen Spurenlegung und Spurensuche schon Tage oder gar Wochen verstrichen sind.
Ziel der Suche war das Auffinden des Tatwerkzeugs. Die eingesetzten Hunde waren mit GPS-Sendern ausgestattet, so dass im Nachhinein die von den Hunden nachgegangenen Spuren exakt auf Karten übertragen werden können. Aufgrund erster Auswertungen werden am Dienstag die von den Hunden mehrfach angezeigten Stellen im näheren und weiteren Bereich der „Fuchshalde“ von 30 Beamten der Bereitschaftspolizei abgesucht. Es handelt sich überwiegend um Örtlichkeiten, die bei der ersten großflächigen Durchsuchung unmittelbar nach der Tat noch nicht abgesucht worden sind. Weitere Durchsuchungsmaßnahmen sind vorgesehen.
Die Identifizierung von Personen, die sich am 15. Juli, am Tag des Verbrechens, in der Fuchshalde aufgehalten haben, ist weitgehend abgeschlossen. Das bislang unbekannte Paar, das an diesem Tag mit einem Hund in der „Fuchshalde“ unterwegs gewesen war, hat sich aufgrund der letzten Presseveröffentlichung gemeldet.
Noch nicht abgeschlossen ist die kriminaltechnische Untersuchung von Spuren durch das Kriminaltechnische Institut des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Bisher sind 220 Spuren und Hinweise zu diesem Verbrechen eingegangen und in Bearbeitung. Für Hinweise zur Person der getöteten Lilly Bauer und für sonstige sachdienliche Informationen ist das eingerichtete Hinweistelefon der Sonderkommission – 07571/ 104-481 – nach wie vor geschaltet.