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07.09.2012  |  von Siegfried Volk  |  0 Kommentare

Pfullendorf Fall Lilly B.: Finden Spezialhunde das Tatwerkzeug?

Pfullendorf -  Mit so genannten „Mantrailer-Hunden“ sucht die Sonderkommission „Stadion“ nach dem Tatwerkzeug, mit dem am 15. Juli die 64-jährige Lilly B. in Pfullendorf getötet wurde.
Suchhunde

Die so genannten »Mantrailing-Hunde« sind für ihren außergewöhnlichen Geruchssinn bekannt und seit zwei Tagen durchkämmen mehrere Hundeführer mit ihren Tieren die Stadt und die Umgebung. (Symbolbild)  Bild: dpa

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Autor
Siegfried Volk
Redakteur / Lokalredaktion Pfullendorf

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In Pfullendorf ist bekanntlich die Einsatzhundestaffel der Polizei stationiert, aber die Hundeführerteams, die seit zwei Tagen die Stadt und die gesamte Umgebung durchkämmen sind einzigartig und geradezu legendär – mehrere so genannte „Mantrailing-Teams“ hat die Polizei im Einsatz, um im Tötungsfall Lilly B. bislang verborgene Spuren zu entdecken. „Die Hunde suchen nach dem Tatwerkzeug“, bestätigte gestern Edwin Dobler, Pressesprecher der Polizeidirektion gegenüber dem SÜDKURIER, den spektakulären Einsatz dieses „Spezialkommandos“ einer privaten Firma aus Nordrhein-Westfalen.

Die Hunde bekamen so genannte „Geruchsproben“ und zwar vom Opfer Lilly B. und dem unter dringendem Tatverdacht stehenden Ehemann, der seit Wochen in Untersuchungshaft sitzt. Ausgehend vom Fundort der Leiche in der „Fuchshalde“ nahmen die Tiere dann die Suche auf. Im Unterschied zu anderen Suchhunden können Mantrailer verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden und sich trotz vieler Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person orientieren. Nach Angaben von Polizeisprecher Dobler sind die Hunde auf der Suche nach dem Tatwerkzeug, das die Ermittler vor einer Woche vergeblich im Seepark suchten. Viele Kilometer seien die Hundegespanne in der Innenstadt sowie in den Wäldern und der ganzen Umgebung abgelaufen und haben nach Angaben des Polizeisprechers „verschiedene Sachen angezeigt". Diese Ergebnisse müssten nun ausgewertet werden.

Ehemann sitzt weiter in Untersuchungshaft

Die Ermittler hoffen, dass die Mantrailer die Stelle anzeigen, an denen der Täter das Tatwerkzeug entsorgte. „Die Mantrailer wurden von uns angefordert“, antwortet Edwin Dobler auf die Frage, wer denn die Idee hatte, diese außergewöhnlichen Spürhunde nach Pfullendorf zu holen. Die von mehreren SÜDKURIER-Lesern am Donnerstagabend am Himmel beobachteten Hubschrauber hätten hingegen mit der Polizei absolut nichts zu tun.

Der seit dem 28. Juli inhaftierte 68-jährige Ehemann von Lilly B. sitzt weiter in Untersuchungshaft und hat in der Zwischenzeit seine anwaltliche Betreuung gewechselt. Nach Informationen des SÜDKURIER wurde bislang noch kein so genannten „Haftprüfungstermin“ beantragt. Auf besonderen Antrag des Beschuldigten oder dessen Verteidiger oder nach Ermessen des Gerichts wird über die Haftprüfung nach einer mündlichen Verhandlung entschieden. Es kann für einen Verteidiger sehr sinnvoll sein, einen solchen Antrag zu stellen, damit sich der Ermittlungsrichter einen eigenen Eindruck von dem Inhaftierten verschaffen kann.

Mehr zum Thema: Der Fall Lilly B.
Der Fall Lilly Bauer

Am Sonntag, 15. Juli, wurde die 64-jährige Lilly B. tot im Unterholz an einer beliebten Joggingstrecke nahe dem Pfullendorfer Stadion gefunden. Halten Sie sich im SÜDKURIER-Themenpaket auf dem Laufenden.

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