Pfullendorf -
Bislang ohne Ergebnis verläuft die Suche nach der Tatwaffe, mit dem Lilly B. getötet wurde. Drei Dutzend Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei setzten am heutigen Donnerstag ihre Suche im Stadtsee, im Seepark sowie in der Nähe des Stadions fort.
Die Polizei setzte am heutigen Donnerstag ihre Suche nach der Tatwaffe im Seepark fort.
Bild: Volk
Die Einsatzkräfte durchsuchten die begehbaren Uferbereiche.
Der 700 Quadratmeter große Stadtsee ist nun fast gänzlich ohne Wasser und den Enten fließt das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Gefieder weg.
Für die Suchaktion wird aus dem Stadtsee seit Montag das Wasser komplett abgelassen und bald ist das Gewässer gänzlich trocken. Am Vormittag durchkämmte eine Suchgruppe erneut die begehbaren Uferbereiche. „Wir haben aber nichts gefunden“, erklärte ein Polizist gegenüber dem SÜDKURIER. Im Seepark ist ein riesiger Reisighaufen im Visier der Ermittler, allerdings ist noch nicht entschieden, ob der Haufen durchsucht wird. Wie am Vortag sind etwa 20 Bereitschaftspolizisten auf dem Gelände des Regenüberlaufbeckens in der Nähe des Stadions im Einsatz und suchen dort nach dem Tatwerkzeug.
Chonologie der Ereignisse
15. Juli: Die 64-jährige Lilly B. wird von ihrem Ehemann neben der Joggingstrecke im Gewann „Fuchshalde“ tot aufgefunden. Sie war nicht wie gewohnt von ihrem Lauf zurückgekehrt, worauf sich ihr Mann auf die Suche nach ihr begab, wie er gegenüber der Polizei erklärte. Noch bis Anbruch der Nacht durchkämmt die Polizei das Gelände. Es wird die Sonderkommission „Stadion“ gebildet.
15. bis 18. Juli: Mehrfach durchsucht eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei das Gelände.
26. Juli: Trauerfeier und Urnenbeisetzung des Opfers.
27. Juli: Die eheliche Wohnung wird durchsucht und der 68-jährige Ehemann vernommen.
28. Juli: Der Ehemann wird dem Haftrichter vorgeführt, der ihn in Untersuchungshaft nimmt. Die Polizei sucht Zeugen, die den 68-jährigen bei seiner Ausfahrt mit dem Fahrrad gesehen haben.
7. August: Vororttermin in der „Fuchshalde“ mit dem inhaftierten Ehemann. Die Verdachtslage konnte durch diese Maßnahmen nicht entkräftet werden, informiert die Polizei. Die Sonderkommission startet erneut einen Zeugenaufruf, besonders nach einem jungen Mann, der sich am 15..Juli morgens in der „Fuchshalde“ aufgehalten haben soll. Bis dahin Zeitpunkt wurden bereits 300 Personen befragt.
8. August: Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigt die Staatsanwaltschaft, dass die Untersuchungshaft für den tatverdächtigen Ehemann andauert.
14. August: Im Seepark suchen Einsatzkräfte nach möglichen Tatwerkzeugen. Zeugen hatten berichtet, dass der immer noch tatverdächtige Ehemann sich am 15. Juli im Seepark aufgehalten habe. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt die Polizei nicht bekannt, um welches Tatwerkzeug es sich handelt. (siv)
Am Sonntag, 15. Juli, wurde die 64-jährige Lilly B. tot im Unterholz an einer beliebten Joggingstrecke nahe dem Pfullendorfer Stadion gefunden. Halten Sie sich im SÜDKURIER-Themenpaket auf dem Laufenden.