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Pfullendorf Einwohner loben die Infrastruktur ihrer Stadt

Wohnen unter der Lupe: Befragte bedauern die Entwicklung in der Innenstadt, fällen aber insgesamt ein positives Urteil über Pfullendorf

Stellen Sie sich vor, Pfullendorf wäre eine Torte. Wir haben es getan und die Stadt in vier Teile geschnitten.

Die Beurteilung, wo die Sahnehäubchen sind, ist dabei subjektiv. Der Berghof mit seinen Einfamilienhäusern fällt den einen spontan ein, andere loben die Abgeschiedenheit der Eulogiusstraße oder genießen die gute Nachbarschaft mit geselligem „Mauerhock“ in der Friedenstraße. Simone Blum etwa wohnt am äußeren Tortenrand und sieht darin keinen Nachteil: Im Rosslauf II herrscht kein Durchgangsverkehr, viele Straßen enden als Sackgasse.

Andernorts gibt es Probleme: Über weniger Autogetöse und eine Temporeduzierung würden sich so Dieter Raacke und seine Nachbarn im Langäcker freuen. „Wir wohnen gerne hier, doch es ist bedauerlich, dass die Stadt keinen Anlass sieht, die Verkehrssituation so zu gestalten, dass die Autofahrer langsamer fahren“, beschreiben sie ihre Kritik.

Bedauert wird von den meisten Befragten auch die Situation in der Altstadt. „Schade, dass der Tabakladen geschlossen hat. So bleiben mir in der Innenstadt nur noch der Wochenmarkt und das Reformhaus zum Einkaufen. Kneipenmäßig ist leider nichts los“, sagt ein Anwohner. „Diese Entwicklung ist ja nicht nur in Pfullendorf so“, gibt ein anderer zu bedenken. „Alles konzentriert sich in großen Einkaufszentren auf der grünen Wiese.“

Pfullendorfs Infrastruktur wird in ihrer Gesamtheit indes oft positiv beurteilt. Murat Karan etwa ist von Ulm in die Ochsensteige gezogen und betreibt ein Fotostudio am Marktplatz. „Mir gefällt es hier besser als in der Großstadt. Alles liegt nah beieinander.“ Auch Rene Gams lobt Pfullendorf: „Eigentlich haben wir alles. Toll, dass das Hallenbad nicht geschlossen wurde. Doch hoffentlich wird das Krankenhaus nach Schließung der Geburtsabteilung nicht weiter reduziert.“

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