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Pfullendorf Dieses Team darf nicht helfen

24.07.2012
Pfullendorf -  Der Pfullendorfer Michael Seminara und sein „Franky“ würden gerne bei der Rettungshundestaffel Sigmaringen mitmachen. Aber das Duo wurde abgelehnt, weil der zehn Monate alte „Franky“ ein englischer Staffordshire Bullterrier und damit nach Überzeugung der DRK-Leute ungeeignet ist.

Der Pfullendorfer Michael Seminara und sein „Franky“. Das Duo würde gerne bei der Rettungshundestaffel Sigmaringen mitmachen.  Bild: privat

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Ein Dutzend Mitglieder weist die Rettungshundestaffel Sigmaringen derzeit auf und gerne hätten die Frauen und Männer noch mehr Hundebesitzer an ihrer Seite. „Interessenten, die einfach mal reinschnuppern möchten, sind jederzeit herzlich willkommen“, heißt es auf der Vereinshomepage. Der Pfullendorfer Michael Seminara und sein „Franky“ würden gerne bei der Staffel mitmachen. Aber das Duo wurde abgelehnt, weil der zehn Monate alte „Franky“ ein englischer Staffordshire Bullterrier und damit nach Überzeugung der DRK-Leute ungeeignet ist. „Das verstehe ich nicht“, empört sich der 35-jährige Seminara und weist darauf hin, dass im Jahr 2004 ein Staffordshire Bullterrier den Weltmeistertitel alsRettungshund holte. Die Familie Seminara ist hundebgeistert und Michael hatte schon einen Dalmatiner und einen Schäferhund. Vor einem Jahr suchte er einen kleinen, kurzhaarigen Hund, der besonders kinderlieb sein sollte. Er informierte sich und wurde beim Staffordshire Bullterrier fündig und kaufte den Welpen bei einem Züchter. Nach knapp zehn Monaten ist „Franky“ mit seinen 38 Zentimetern Stockhöhe ausgewachsen und besucht derzeit mit seinem Herrchen eine Hundeschule. Als ehemaliger Zivi beim DRK kennt er die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und überlegte sich deshalb, mit „Franky“ bei der Rettungshundestaffel mitzumachen. Per E-mail wandte er sich an die Zuständigen und war sprachlos, als er eine Abfuhr erhielt. Man habe mit dieser Rasse schon viele Probleme gehabt, wurde ihm nach eigenen Angaben beschieden.

Der Pfullendorfer ist überzeugt, dass „Franky“ abgelehnt wurde, weil er ein Kampfhund ist. „Es gibt keine Kampfhunde, die Probleme verursachen, sondern nur deren Besitzer“, wehrt er sich gegen diese Aussagen, die er als Vorurteile bezeichnet. Er bezahle für seinen Stafford Bullterrier die übliche Hundesteuer von jährlich 90 Euro und sein Hund sei nicht wie Pitbulls der Kategorie I zugeordnet, wo der zehnfache Betrag fällig würde.

Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigte Hans-Peter Kaluscha, Leiter der Rettungshundestaffel Sigmaringen, die Anfrage des Pfullendorfer Hundebesitzers, die man abgelehnt habe. Detaillierte Auskünfte über die Gründe will der Staffelführer aber nicht machen. Die Gruppe habe bereits vor langer Zeit den Grundsatzbeschluss gefasst, Hunde dieser Rasse nicht aufzunehmen. Kaluscha weist auf die besonderen Anforderungen an ein Hundeführergespann hin, das sich bei Rettungseinsätzen stundenlang im Gelände bewegen müsse. Nicht ohne Stolz erwähnt er abschließend, dass die Sigmaringer Einsatzstaffel bei den Fachleuten in Süddeutschland einen hohen Stellenwert genieße und er quasi wöchentlich Anfragen wegen einer Aufnahme bekomme.

Schwachsinn!
Natürlich ist ein Staff in der Lage dazu. Wieso auch nicht? mehr ...
Faktisch falsch
das können sie nicht belegen, weil es schlichtweg gelogen ist. mehr ...
Vorurteile
Es kommt auf den Halter an - warum sollte ein engl. oder am. Staff nicht gute Dienste leisten? mehr ...
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