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Pfullendorf Bürgermeister Thomas Kugler lobt den Allrounder-Verein

Vorstand des TSV Aach-Linz macht geschlossen weiter. Die bevorstehende Neuregelung macht die viel gelobte und geschätzte Jugendarbeit beim Verein nicht einfacher.

Patrick Blender, Vorsitzender des TSV Aach-Linz, beurteilte 2016 als ein sehr arbeitsreiches Jahr. Insbesondere bezeichnete er die Suche nach ehrenamtlichen Helfern als große Herausforderung. Dies lässt sich alleine an den momentan 24 tätigen Übungsleitern im Verein ablesen. „Der TSV Aach-Linz hat ein unheimlich breites Portfolio“ urteilte deshalb auch Bürgermeister Thomas Kugler und sieht den Sportverein als absoluten „Allrounder-Verein“. Der TSV zählt zu den größten Vereinen der Stadt und von den 815 Mitgliedern betreiben 416 aktiv Sport. Die Vielseitigkeit zeigt sich an den verschiedenen Abteilungen wie Fußball, Turnen, Tischtennis und Volkswandern. Um den vielen Helfern des Vereins ein klein wenig für ihren Einsatz zu danken, lässt sich der Verein immer wieder neues einfallen. So wurde im Februar mit allen Helfern ein kleines Eistockturnier durchgeführt und die Kameradschaftspflege kam dabei nicht zu kurz.

Die Jugendarbeit steht beim TSV ganz besonders im Fokus, was sich auch an der Zahl von 185 Jugendlichen leicht ablesen lässt. Gerade der Einsatz für die Nachwuchssportler wird einen weiteren Akzent erhalten. So kündigte der Vorsitzende an, dass die Thematik mit der Ausstellung von Unbedenklichkeitsbestätigungen für die Übungsleiter im Laufe des Jahres abgearbeitet werde. Als weitere Eckpunkte nannte Patrick Blender das im Mai stattfindende „Kramer-Fest“, die Schrottsammlung im April und vor allem die Veranstaltung der Linzgau-Trophy. Letztere war in den beiden Jahren zuvor eine anspruchsvolle Veranstaltung, bei dem sich die drei Vereine aus Pfullendorf, Denkingen und Aach-Linz zusammen engagierten.

Eigentlich waren für die Ehrungen elf Mitglieder vorgemerkt, die für ihre Mitgliedschaft von 25 bis 50 Jahren geehrt werden sollten. Die allermeisten waren an diesem Abend verhindert, was aber die Ehrung von Thomas Restle, einem „Schwergewicht“ wie Patrick Blender ihn beschrieb, umso mehr unterstrich.

Insgesamt 68 Mitglieder hatten an diesem Abend über die Besetzung des neuen Vorstands und der Ausschussmitglieder zu bestimmen. Als Vorsitzender wurde Patrick Blender und als sein Stellvertreter Alexander Daue in ihren Positionen bestätigt. Kassierer bleibt weiterhin Leo Keller und als Schriftführer hängt Klaus Tillessen weitere zwei Jahre Amtszeit an. Guido Essmeyer ist der neue Jugendleiter, der das Amt von Sebastian Daue übernommen hat. Die Zahl der Ausschussmitglieder wurde von fünf auf sechs erweitert, um für die anstehenden Aufgaben besser gerüstet zu sein. Gewählt wurden: Paul Wörz, Stephan König, Emil Gabele, Julia Sieber, Sabrina Hall und Simon Nesensohn.

Bei den Abteilungsberichten stach vor allem die Arbeit in der Leichtathletik-Gruppe besonders hervor, die zudem ihr zehnjähriges Bestehen feiern konnte. Mit ihren 70 Kindern vermochte Andrea Höge zahllose Erfolge zu erringen. Mit dem Landes-Sporttag, der im Stadion in Pfullendorf ausgetragen wurde, hatte die Abteilung ihr größtes Event. Aber auch die Kooperation Schule-Verein boomt mit ihren derzeitigen 39 Kindern. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der TSV Aach-Linz mit seinen Leichtathleten mittlerweile den zweiten Platz bei der Teamwertung im Kreis einnimmt.

"Wir beginnen sofort mit der Umsetzung der neuen Regelung"


Alexander Daue, stellvertretender Vorsitzender des TSV Aach-Linz, spricht über Regelungen zum Kinderschutz.


Herr Daue, für den Kinderschutz müssen die Vereine zukünftig verschärfte Vorschiften einhalten. Inwieweit ist der TSV Aach-Linz darauf vorbereitet?

In der nächsten Woche findet in Pfullendorf eine Informationsveranstaltung des Landratsamtes zu diesem Thema statt. Hierbei erhoffen wir uns weiterführende Klarheiten. Wir beginnen anschließend sofort mit der Umsetzung der neuen Regelung. Bereits in der nächsten Ausschusssitzung steht das Thema beim TSV Aach-Linz auf der Tagesordnung. Wir haben aber keine Sorge, das nicht in den Griff bekommen zu können.


Welche konkreten Informationen erwarten Sie sich von der Infoveranstaltung?

Uns stellen sich folgende Fragen: Wie geschieht die Verwaltung der Führungszeugnisse oder welche Rechte stehen uns bei der Einforderung zu? Gibt es eine Handlungsempfehlung oder eine bestimmte Regelung?


Sehen Sie Schwierigkeiten mit dieser neuen Regelung?

Möglicherweise könnten wir dadurch Betreuer verlieren, denn Bedenken sind durchaus vorhanden. Bei der Suche nach neuen Übungsleitern stellen die neuen Regelungen eine zusätzliche Hürde dar. Wir hoffen insgesamt auf die Unterstützung durch das Landratsamt. Grundsätzlich finden wir diese Kontrollinstanz durchaus sinnvoll und stehen deshalb voll hinter dem neuen Jugendschutz.


Fragen: Robert Reschke

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