Pfullendorf Blasmusiksterne funkeln in der Drei-Seen-Halle

„Weinberg Musikanten“ sowie „Frank Metzger und die Jungen Böhmischen“ begeistern mit Blasmusik auf höchstem Niveau in Illmensee. Rund 350 Besucher genießen das vom Musikverein Illmensee organisierte Konzert

Draußen hatte der Nebel Illmensee mit seinen dichten Schwaden eingehüllt, drinnen in der Drei-Seen-Halle leuchteten hell die „Blasmusik-Sterne“: Mit einem unvergesslichen Konzertabend voller wunderbarer Musik, Wärme und Licht beschenkten am Samstag die „Weinberg Musikanten“ sowie „Frank Metzger und Die Jungen Böhmischen“ rund 350 Zuhörer. Über vier Stunden lang ging das Publikum beim vom Musikverein Illmensee perfekt organisierten Doppelkonzert der beiden Spitzenkapellen begeistert mit, klatschte, wippte und jubelte, bis die Drei-Seen-Halle zu beben schien.

Eine herzliche Begrüßung für „alle, die Blasmusik auf höchsten Niveau erleben wollen“, richtete Bernhard Meschenmoser an die vielen Gäste in der liebevoll mit herbstlicher Dekoration geschmückten Halle. Der stellvertretende Vorsitzende des Musikvereins Illmensee hatte nicht übertrieben: Sowohl die aus dem Schussental stammenden „Weinberg Musikanten“, als auch die Vollblutmusiker aus dem Raum Oberschwaben, die Jungen Böhmischen unter der Leitung von Frank Metzger, präsentierten stimmungsvolle Märsche, mitreißende Polkas der Extraklasse und vieles mehr.

Harmonisch war das Zusammenspiel der „Weinberg Musikanten“: junger Musikernachwuchs und versierte Blasmusiker ergänzten sich perfekt. Gleich eine ganze Reihe glänzender Solisten zogen die „Weinis“ als musikalische Asse aus dem Ärmel. Zum Beispiel den jungen Johannes Bernhard am Tenorhorn, der das anspruchsvolle Stück „Eine Gemse in den Bergen“ mit Bravour meisterte, Daniel Lanz, der beim von ihm selbst komponierten Stück „Forever you“ mit unendlich viel Gefühl seiner Trompete weiche Klänge entlockte oder – sie können auch anders! – Bassist Martin Bottlinger, der mit Soul in der Stimme und im Herzen „Just a gigolo“ auf die Bühne legte. Das vielseitige Repertoire umfasste von klassischer Blasmusik, wie „Musikantenglück“ und der „Lust auf Blasmusik“, auch sanfte Töne, wie die Filmmusik „Gabriellas Song“ und „Can't help falling in love“ von Elvis Presley.

Unaufgeregt, mit kleinen Gesten, aber sicherer und versierter Hand, dirigierte Franz Litz seine „Weinis“. Ein Gegenentwurf zu Frank Metzger, der mit vollem Körpereinsatz bei seinen „Jungen Böhmischen“ den Takt angab – ein Energiebündel, das über die Bühne fegte. Und auch singen kann, wie sich bei den gefühlvollen Duetten mit Daniela Merz herausstellte, die dem Auftritt von „Frank Metzger und den Jungen Böhmischen“ zusätzlichen Glanz verliehen. Ob „Kannst Du Knödel kochen?“ oder „In Deinen Armen“ – die beiden Stimmen harmonierten perfekt. Dazu gab es auch bei dieser Kapelle einige schöne Soli. So schien der kleine, freche Vogel auf der Bühne lebendig zu werden beim „Gesang der Lerche“ an der S-Klarinette von Lisa Pawtowski und bei „My Way“, interpretiert von Markus Merz am Flügelhorn, kam Gänsehautstimmung in der Drei-Seen-Halle auf.

Klare Favoriten waren am Samstag die genialen Potpurris. Als gleich vier Ohrwürmer, wie „Aus Böhmen kommt die Musik“, die „Herz-Schmerz-Polka“, „Rosamunde“ und „Auf der Vogelwiese“ wie Blasmusik-Perlen an einer Kette aufgereiht wurden, klatschten die Zuhörer in den langen Reihen besonders engagiert mit und feierten ihre Musiker. Und als dann auch noch „Ein halbes Jahrhundert“ und die „Kuschelpolka“ durch den unvergleichlichen „Böhmischen Traum“ gekürt wurden, schien die Halle endgültig zu beben. Zu Recht gab es donnernden Applaus für die beiden glänzenden „Blasmusik-Sterne“, die das Publikum nicht ohne einige Zugaben nach Hause gehen ließ.

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